Georgien: Beste Bedingungen!

Georgien: Beste Bedingungen!

Nürnberg (30.05.2016) - Im Gespräch mit Oliver Regner, Deutsche Wirtschaftsvereinigung (DWV) in Georgien - Auf der Landkarte rückt er wieder näher an seine Heimat: Nach insgesamt sieben Jahren bei den den Auslandshandelskammern (AHK) in Vietnam und im chinesischen Guanghzou ist Oliver Regner seit Januar 2016 Chef der AHK-nahen Deutschen Wirtschaftsvereinigung in Georgien. Im Gespräch erklärt der 48-jährige Jurist, welche Chancen für Investoren in der Schwarzmeerregion liegen.

Die DWV besteht seit fast 10 Jahren in Georgien. Wie viele Mitglieder gibt es und was sind die Aufgaben der DWV?

Regner: Die DWV hat über 150 Mitglieder aus den verschiedensten Wirtschaftsbereichen. Für ein kleines Land mit 3,7 Millionen Einwohnern ist das eine hohe Anzahl. Wir sind auch in Armenien vertreten, wo die dortige DWV gerade auf eigene Füße gestellt wird. Wir sind Dienstleister: Die DWV unterstützt deutsche Unternehmen aktiv beim Eintritt in den georgischen und armenischen Markt. Zu diesen Dienstleistungen gehören unter anderem Marktstudien, Geschäftspartnersuchen, Personalsuchen oder die Beratung über den Markteintritt.

Welche Bedingungen herrschen in Georgien für Investoren?

Regner: Die Bedingungen sind attraktiv. Die politische Lage ist stabil, die Korruptionsrate sehr gering, die geografische Lage ist exzellent. Die Einstiegsbedingungen für Geschäftsleute sind sehr einfach, eine Firmengründung geht schnell und unkompliziert. Auch die Verwaltungswege sind kurz und wenig bürokratisch. Bereits 2014  wurde  das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Georgien unterzeichnet, welches Georgien wirtschaftlich noch näher an die EU heranrücken lässt. Zudem unterstützt der Staat Investitionen durch eine investorenfreundliche Gesetzgebung und ein liberales Handelsregime.

Welche Branchen bieten Chancen für deutsche Unternehmer?

Regner: In der Vergangenheit beruhte die Wirtschaft Georgiens besonders stark auf dem Agrarsektor und Metallgewinnung. Mitterweile gewinnen die Branchen Tourismus, Bau sowie  Transport und Logistik immer mehr an Bedeutung. Wegen seiner geografischen Lage auf der Achse Europa – Kaukasus – Asien tut sich gerade im Bau- und Logistikbereich Einiges. Programme wie „Produce in Georgia“ unterstützen Industrieansiedlungen und aus Deutschland kommt sehr umfängliche Unterstützung bis in unsere DWV-Engagements hinein auch über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ ) oder die KfW

In Deutschland können für Länder wie Georgien, die intensiv von Werkzeugen der Entwicklungszusammenarbeit profitieren, bei Kammern und Verbänden auch EZ-Scouts bei der Orientierung helfen:

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