Fokus auf...Messestadt Brünn – Toröffner für Osteuropa

Fokus auf...Messestadt Brünn – Toröffner für Osteuropa

Tschechische Messestadt Brünn als Marktplatz für Internationale Geschäfte


Nürnberg (Dezember 2017) - Wer als Unternehmer die Märkte in Osteuropa, Ukraine oder auch in Russland erobern möchte, kommt an der tschechischen Messestadt Brünn nicht vorbei. Bereits seit 1959 treffen auf der Internationalen Maschinenbaumesse MSV Repräsentanten aus Industrie und Maschinenbau auf Aussteller weltweit.

In diesem Jahr konnte die Messe die 80.000-Besucher-Marke knacken, der Anteil internationaler Aussteller ist mittlerweile auf 50 Prozent gestiegen.

Seit 2009 sind durch die Unterstützung von Bayern Handwerk International auch bayerische Unternehmer vertreten: Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert seitdem die Gemeinschaftsbeteiligung des bayerischen Handwerks in Brünn. Initiiert wurde die gemeinschaftliche Messeteilnahme durch Bayern Handwerk International (BHI). Innerhalb der Handwerkskammern hat BHI die Aufgabe übernommen, die Bedürfnislage und die Entwicklungsmöglichkeiten kleiner und mittelständischer bayerischer Handwerksbetriebe in Hinblick auf potenzielle Auslandsmärkte zu sondieren, unterstützende Maßnahmen anzubieten und, wie im Fall der MSV, Fördergelder für gemeinschaftliche Messepräsenzen zu beantragen. 105 Aussteller haben seitdem für Brünn dieses Angebot in Anspruch genommen.

Bayerische Repräsentanz des Handwerks in Pilsen

In diesem Jahr hatte der bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Franz Joseph Pschierer die MSV mit einer 20-köpfigen Delegation aus Wirtschaft und Politik besucht: „Tschechien ist für uns im mittel- und osteuropäischen Bereich der wichtigste Handelspartner. Bayerische Unternehmen schätzen das Land nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Produktionsstandort“, sagt Pschierer. Vor allem Brünn mit Südmähren sei als wirtschaftsstarke Region im Fokus der bayerischen Außenwirtschaftspolitik.

„Durch die BHI-Repräsentanz in Pilsen ist die Koordination und Abwicklung für die Firmen im bayerische Nachbarland Tschechien generell einfacher“, erklärt Edith Böhm von Bayern Handwerk International. Die Experten von BHI übernehmen die Organisation und Betreuung vor und während der Messezeit in Brünn. In diesem Jahr waren 15 bayerische Firmen aus unterschiedlich Teilbranchen wie Energietechnik, Bolzenschweißtechnik oder Sondermaschinenbau auf insgesamt 280 Quadratmeter Fläche dabei. „Die Teilnahme an der MSV ist begehrt, es gibt auch eine Warteliste“, so Böhm weiter.

Die Maschinenbaumesse in Brünn gilt als bedeutendste Messe der Branche in Mitteleuropa. Den guten Ruf verdankt sie nicht zuletzt den zukunftsorientierten Rahmenveranstaltungen wie „Energien für die Zukunft“ und „Digitalisierung und Automation“. Jedes Jahr gibt es ein Partnerland, in diesem Jahr war es Indien.  Der Vorteil von Brünn sei die Nähe zu Bayern zum einen, aber auch zu den Ländern Osteuropas zur anderen Seite: „Es gibt viele Aussteller auch aus der Ukraine und Russland. Man kann also sagen, die MSV ist ein Türöffner für die Märkte zu Osteuropa und dessen Grenzen hinaus, “ so Edith Böhm. Ein Gemeinschaftsstand erleichtere den Teilnehmern den Markteintritt in einem fremden Land, was andernfalls nur mit einem sehr großen eigenen Aufwand verbunden wäre.

Vorschau: MSV 2018 und weitere spannende Messen

Die nächste Beteiligung am bayerischen Gemeinschaftsstand in Brünn ist vom 1. bis 5. Oktober 2018 möglich. Es ist das 60-jährige Jubiläum der MSV und das 10-jährige Jubiläum des BHI-Gemeinschaftsstandes. Interessierten Unternehmen wird empfohlen, sich bald anzumelden, da es erfahrungsgemäß mehr Anfragen als Möglichkeiten gibt.

Neben der MSV in Brünn unterstützt und organisiert Bayern Handwerk International die Teilnahme auch an weiteren internationalen Messen in Europa wie etwa die Monumento, die Muskimesse in Cremona, die Klimahouse oder die Swissbau. +++

Text: Karoline Rübsam, AWZ/Bayern Handwerk International