„NEUPERT ist bekannt“ – Historische Tasteninstrumente von J.C. NEUPERT

Tasteninstrument – Hört man den Begriff, denkt man sofort an ein Klavier oder Flügel. Doch es gibt: Klavichorde, Virginale, Spinette, Cembali und Hammerflügel, und das schon seit Jahrhunderten. Die kleine Manufaktur J.C. NEUPERT in Bamberg hat sich auf die Entwicklung und Bau dieser historischen Musikinstrumente spezialisiert, und das bereits seit vier Generationen und mit weltweitem Erfolg.

  • Die Liste mit den aufgeführten Ländern, in denen es NEUPERT-Instrumente gibt, ist lang: Von Ägypten bis Zypern, Australien, Asien, Amerika. 52 Länder werden im Prospekt genannt. „Der Exportanteil liegt bei 70 Prozent, vor allem in Russland und in Asien sind NEUPERTs Instrumente beliebt“, sagt NEUPERT-Geschäftsführer Manfred Büttner. Immer wieder hat er Besuch von Instrumentenhändlern und Musikern aus dem In- und Ausland, wie im November, als eine Delegation aus Osteuropa, der Schweiz und Österreich in NEUPERTs Werkstätten während einer Einkäuferreise zu Gast war. Diese wurde von Bayern Handwerk International in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer, der Deutschen Handelskammer in Österreich, der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer und der Handelskammer Deutschland-Schweiz, dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, der südlichen Innungen, der Betriebe des Musikwinkels in Sachsen und des Bundesinnungsverbands für das Musikinstrumenten-Handwerk (BIV), der Handwerkskammer Chemnitz sowie der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main organisiert. Die Reise war Teil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU .
  • Beginn in Münchberg
    Beginn in Münchberg
    NEUPERTs Geschichte begann 1868 im oberfränkischen Münchberg, wo der Firmengründer Johann Christoph Neupert eine Werkstatt für den Bau von Pianos gründete. Sechs Jahre später zieht er in das verkehrstechnisch günstig gelegenere Bamberg um. Die Qualität spricht sich schnell herum und die Sammelleidenschaft für historische Tasteninstrumente, die sich auch auf Neuperts Nachfahren überträgt, sind der Anlass für die Erweiterung der Produktpalette auf Cembali und Spinette. 1906 bauen die drei Söhne des Gründers das erste Cembalo nach historischem Vorbild, es folgen weitere Tasteninstrumente wie Spinette und Hammerklaviere. Auch die Öffentlichkeit kann sich ein Bild von den Schätzen NEUPERTs machen: Ein Teil der Instrumente wurde vom Firmengründer Neupert der Sammlung Musikinstrumente im Germanischen Nationalmuseum gespendet.
  • Beginn in Münchberg
    „Insgesamt elf Mitarbeiter sind bei NEUPERT beschäftigt. Etwa alle zwei Wochen verlässt ein Instrument die Werkstätten in Hallstadt/Bamberg“, sagt Manfred Büttner. Neben dem Bau restaurieren und reparieren die Klavier- und Cembalobauer von NEUPERT auch Instrumente. 28 verschiedene Tasteninstrumente hat NEUPERT im Angebot. Das meiste sind Auftragsarbeiten für Musiker und Konzert- oder Opernhäuser. „Man muss immer flexibel bleiben für Sonderanfertigungen“, so der Firmenchef. Edelste Hölzer werden für den Resonanzboden, Gehäuse und Tasten verwendet, alles geschieht in Handarbeit.
  • Rege im Auslandsgeschäft aktiv
    Rege im Auslandsgeschäft aktiv
    „NEUPERT ist bekannt“, sagt der polnische Musikinstrumenten Händler Zygmunt Zbigniew, einer der Reiseteilnehmer, der bei NEUPERT im Herbst zu Besuch war. Er ist mittlerweile schon länger Händler von NEUPERT. Die Instrumente gehen meist ins europäische Ausland, Russland und Asien. Die Firma war schon immer sehr aktiv im Auslandsgeschäft. Der Ruf der Manufaktur im Ausland fußt auf der regen Beteiligung an Reisen und Messen: 2013, 2014 und 2016 hat NEUPERT an der Messe- der Mondomusica im italienischen Cremona- teilgenommen. Auch an einer von Bayern Handwerk organisierten Einkäuferreise Polen war NEUPERT beteiligt. Und auch vor Ort in den Werkstätten empfängt Manfred Büttner und seine Mitarbeiter immer wieder gerne Besucher aus der ganzen Welt. +++Karoline Rübsam