Schweizer Außenhandel peilt 2019 ein neues Rekordvolumen an

Schweizer Außenhandel peilt 2019 ein neues Rekordvolumen an

Nach dem Spitzenjahr 2018 bleibt das Handelsniveau hoch


Bern (18.06.2019) Die Im- und Exporte der Schweiz bleiben auf Wachstumskurs. Deutschland ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner.

Trotz weltwirtschaftlicher Unsicherheiten setzte der Schweizer Außenhandel im Jahr 2018 in beide Richtungen neue Maßstäbe. Die Exporte konnten nominal um fast 6 Prozent zulegen, die Einfuhren sogar um fast 9 Prozent. Mit 233 Milliarden Schweizer Franken (sfr; Durchschnittskurs 2018: 1 Euro = 1,155 sfr) feierten die Eidgenossen zudem die höchsten Exporteinnahmen aller Zeiten. Die Einfuhren erreichten mit umgerechnet 175 Milliarden Euro ebenfalls ein historisches Hoch. Im Zuge des mittlerweile sehr entspannten Wechselkurses des Schweizer Franken konnten alle traditionellen Exportbranchen deutlich expandieren.

Den höchsten Wachstumsbeitrag für das Exportplus von über 12 Milliarden sfr leistete die umsatzstärkste Warengruppe, die chemisch-pharmazeutischen Produkte (+5,7 Milliarden sfr; +5,8 Prozent). Dabei stiegen die Ausfuhren von Medikamenten binnen eines Jahres um fast 9 Prozent. Der Versand von Maschinen und Elektronik wuchs um 4,6 Prozent (+1,5 Milliarden sfr) und jener von Uhren um 6,3 Prozent (+1,3 Milliarden sfr). Praktisch in gleichem Ausmaß stiegen die Exporte von Präzisionsinstrumenten (in erster Linie Medizintechnik), die zugleich mit 7,4 Prozent das dritte Jahresplus in Folge verzeichneten.

Der Ausblick auf 2019 ist positiv, trotz nicht zu unterschätzender Risiken. Im 1. Quartal 2019 lagen der Einfuhr- wie der Ausfuhrwert über den Werten des 1. Quartals 2018. Im April 2019 kam es dann zwar beim Export zu einem leichten Einbruch im Vergleich zum März, doch angesichts der Prognosen für das Wirtschaftswachstum dürften Im- und Exporte 2019 erneut expandieren, wenn auch nicht so kräftig wie 2018. Nach einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von real 2,5 Prozent im Jahr 2018 erwartet die Kommission der Europäischen Union (EU) in ihrer Frühjahrsprognose für 2019 ein Plus von 1,5 Prozent.

Importe von Juwelierwaren und Chemie/Pharma wachsen am kräftigsten

Im Jahr 2018 beliefen sich die Einfuhren der Schweiz auf insgesamt 202 Milliarden sfr, ein Plus von 16 Milliarden sfr gegenüber dem Vorjahr. Die Zunahme war insgesamt breit abgestützt; alle bedeutenden Sparten setzten ihren seit 2015 feststellbaren Wachstumskurs fort. Die im Jahr 2018 auffälligste Zunahme registrierte die Eidgenössische Zollverwaltung für Bijouterie- und Juwelierwaren, deren Importe um 40 Prozent stiegen und damit 4,6 Milliarden sfr ausmachten (vor allem Goldschmuck zum Einschmelzen). Die Importe von Metallen stiegen um ein Zehntel. Die handelsmäßig größte Gruppe, Chemie-/Pharmaerzeugnisse, wies ein Plus von 7,3 Prozent auf (+3,4 Milliarden sfr), während sich die Einfuhren von Maschinen und Elektronik um 5,5 Prozent erhöhten (+1,7 Milliarden sfr).

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