Oman hat große Pläne im Tourismus

Oman hat große Pläne im Tourismus

Ambitionierte Ziele, aber die Besucherzahlen sinken


Maskat (15.02.2019) Omans Tourismusstrategie sieht bis 2040 ungefähr 3 Millionen zusätzliche Gäste und 50.000 neue Hotelzimmer vor. Anspruch und Wirklichkeit liegen noch auseinander.

Die Bilanz des omanischen Tourismussektors zeigt ein gemischtes Bild. Die Zahl der ausländischen Besucher stieg 2017 nur leicht um 1,6 Prozent auf 3,3 Millionen, einschließlich von 0,9 Millionen Tagesbesuchern. Im Jahr 2018 sind die Besucherzahlen sogar gesunken. Nach vorläufigen Angaben ging in den ersten elf Monaten 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode die Zahl der ausländischen Besucher um 7 Prozent auf 2,8 Millionen zurück. Die Zahl der Touristen aus Deutschland schrumpfte in dem Zeitraum um 24 Prozent auf 0,11 Millionen.

Weniger Gäste, aber höhere Einnahmen

Aufgrund einer längeren Verweildauer könnten 2018 die Ausgaben der Auslandsbesucher immerhin gestiegen sein. Sie wuchsen 2017 bereits um 6 Prozent auf 889 Millionen US-Dollar (US$). Die rund 2,4 Millionen Übernachtungsgäste blieben 2017 im Durchschnitt 7,9 mit Nächten auch länger als im Vorjahr (7 Nächte) im Lande.

Die Zahl der Gäste in Hotels der 3 bis 5 Sterne Kategorien sank nach Angaben der Statistikbehörde in den ersten elf Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent auf 1,35 Millionen. Ohne inländische Hotelgäste ergab sich ein Rückgang um 2,5 Prozent auf 0,98 Millionen Besucher. Aufgrund der längeren Verweildauer erhöhte sich die durchschnittliche Auslastung leicht auf 57,0 Prozent. Die Hoteleinnahmen stiegen um 8,5 Prozent auf 490 Millionen US$.

Die größte ausländische Besuchergruppe in den 3 bis 5 Sterne Hotels waren im Elfmonatszeitraum des Jahres 2018 Gäste aus Europa. Ihr Zahl schrumpfte allerdings um 7,8 Prozent auf 0,48 Millionen. Aus den Ländern des Gulf Cooperation Council kamen 0,18 Millionen Besucher (-8,8 Prozent), aus Asien 0,17 Millionen (+17,3 Prozent), aus anderen arabischen Ländern 0,06 Millionen (-3,5 Prozent) und aus Amerika 0,05 Millionen (+0,8 Prozent).

Von den 67 Hotels mit 3 bis 5 Sternen lagen 37 Häuser in der Provinz Maskat. Es folgten die südliche Provinz Dhofar (Zentrum: Salalah) mit 10 Hotels, die Provinzen Nord Batinah (Sohar) und Dakhiliyah (Nizwa) mit jeweils 5 Hotels sowie Musandam (Khasab) mit 4 Hotels. Die restlichen 3 bis 5 Sterne Häuser verteilten sich auf die Provinzen Süd Batinah (Rustaq), Süd Sharqiyah (Sur) und Wusta (Haima) mit jeweils zwei Hotels.

Hotelbau konzentriert sich auf Maskat

Im Jahr 2018 wurden vier größere Hotelprojekte abgeschlossen. Im Neubaugebiet The Wave (Al Mouj Muscat) in Nähe des Hauptstadtflughafens wurde im April das 129 Millionen US$ teure Kempinski Muscat mit 310 Zimmern unter deutscher Leitung eröffnet. Auf dem Gelände des alten Muscat InterContinental hat die Oman Tourism Development Company (Omran) für 90 Millionen US$ ein 350 Zimmer W Hotel fertiggestellt, das im März 2019 öffnen soll.

Bereits in Betrieb ist das 80 Millionen US$ Agrarwood Millennium Resort in Salalah (285 Zimmer), in das die Millennium & Copthorne Middle East Holdings investierte. Nach einer 20 Millionen US$ teuren Renovierung öffnete das Bustan Palace Hotels in Muscat (Ritz Carlton) im November 2018 wieder seine Türen.

Die MEED-Projektdatenbank (Middle East Economic Digest) weist 24 im Bau befindliche Hotelprojekte im Wert von 1,3 Milliarden US$ aus. Die Investitionen konzentrieren sich auf die Provinz Maskat, dort sind Projekte für fast 1 Milliarde US$ im Bau.

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