Indonesische Strafzölle auf Milchprodukte aus der Europäischen Union

Indonesische Strafzölle auf Milchprodukte aus der Europäischen Union

Seit Anfang September


Nürnberg (03.09.2019) - Die indonesische Regierung hat die Importzölle auf Milchprodukte ab September 2019 auf 20 bis 25 Prozent erhöht. Besonders deutsche und französische Exporteure sind von den Maßnahmen betroffen.

Die indonesische Regierung erhöht die Importzölle auf Milchprodukte auf bis zu 25 Prozent ab September 2019. Ursprünglich lagen diese im einstelligen Bereich. Besonders deutsche und französische Exporteure sind von den Maßnahmen betroffen: Die deutschen Nahrungsmittellieferungen nach Indonesien bestehen 2018 zu knapp 40 Prozent aus Milchprodukten.

Reaktion auf Antidumpingzölle

Indonesien reagiert damit auf die von der EU verhängten Antidumpingzölle auf indonesischen Biodieselkraftstoff. Indonesien hatte seine Lieferungen von Biodiesel in die EU von 2017 auf 2018 mehr als verdreißigfacht. Die indonesische Regierung steht unter Verdacht, den Biodieselexport unerlaubt zu subventionieren. Als weltgrößter Produzent von Palmöl steht die indonesische Produktion zudem in Verbindung mit einer weitflächigen Urwaldrodung. Der aus diesem Palmöl gewonnene Biodiesel soll in Europa ab 2024 bis 2030 schrittweise verboten werden Etwa 15 Prozent des indonesischen Palmölexports gehen derzeit in die EU.
 
Die indonesische Regierung beabsichtigt nun, den Handel mit der EU zugunsten anderer Länder zu erschweren. Es besteht die Gefahr, dass der von der indonesischen Regierung angedrohte Handelsstreit auf weitere Branchen ausgeweitet wird.
 
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Quelle: News International IHK Nürnberg