Iran: Zweite Runde der Wiedereinführung der US-Sanktionen

Iran: Zweite Runde der Wiedereinführung der US-Sanktionen

Zwei Fristen ausgegeben: 90 und 180 Tage.


München (07.11.2018) - Am 08.05.2018 kündigten die USA einseitig das Iran-Atomabkommen auf. Damit ‎setzen die USA wieder ihre vor dem Januar 2016 geltenden Sanktionen gegen ‎den Iran in Kraft.

Für die Wiedereinführung dieser Sanktionen haben die USA ‎zwei Fristen ausgegeben: 90 und 180 Tage.‎

Eine erste Runde der Wiedereinführung der US-Sanktionen fand am ‎‎07.08.2018 statt. Am 05.11.2018 erfolgte die zweite Runde.‎

Folgende US-Sanktionen gegen den Iran sind seit dem 05.11.2018 wieder in ‎Kraft:‎

  • Erdöltransaktionen mit iranischen Öl-Gesellschaften.‎
  • Der Ankauf von Erdöl und Erdöl- oder petrochemischen Produkten aus ‎dem Iran.‎
  • Transaktionen zwischen ausländischen Finanzinstituten und der ‎Zentralbank des Iran sowie weiteren iranischen Finanzinstitutionen.‎
  • Die Bereitstellung von speziellen Finanznachrichten für die iranische ‎Zentralbank und iranische Finanzinstitute.‎
  • Die Bereitstellung von Versicherungsleistungen, Versicherungen oder ‎Rückversicherungen.‎
  • Außerdem sind Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor, ‎iranische Hafenbetreiber sowie den Schifffahrts- und Schiffbausektor ‎wieder in Kraft getreten.‎
  • Am 05.11.2018 hat die US-Regierung auch die „General Licence H“ ‎zurückgezogen: Für deutsche bzw. europäische Tochterfirmen von US-‎Unternehmen ist seit diesem Zeitpunkt jede Iran-Transaktion verboten.‎

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der IHK München.

Quelle: News International der IHK München