Ausblick auf Auslandsgeschäfte: AHK World Business Outlook

Ausblick auf Auslandsgeschäfte: AHK World Business Outlook

Deutscher Industrie- und Handelskammertag legt den AHK Business Outlook vor


Berlin (12.11.2018) - Welche Erwartungen haben deutsche Unternehmen im Ausland an ihre Geschäfte vor Ort? Eine Mitgliederbefragung der Auslandshandelskammern (AHKs) gibt Antworten.

Die deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) und die zu ihnen gehörenden Delegiertenbüros und Repräsentanzen haben im Herbst 2018 ihre Mitgliedsunternehmen zu ihren Geschäftserwartungen vor Ort befragt. Der ,,AHK World Business Outlook″ gibt die Umfrageergebnisse aus 3.500 Rückmeldungen zusammengefasst wieder. 35 Prozent der befragten Unternehmen sind aus der Industrie und dem Baugewerbe, 42 Prozent sind Dienstleister und 23 Prozent sind Handelsunternehmen.

Den Business Outlook Herbst 2018 finden Sie hier zum Download.

Kernaussagen

Die wesentlichen Ergebnisse der Herbst-Befragung lauten verkürzt:

  • Der Welthandel und die Weltkonjunktur geraten unter Druck. Die Weltwirtschaft entwickelt sich deutlich langsamer als bis vor Kurzem erwartet. Die Stimmungsindikatoren für die weltweite Wirtschaftsentwicklung trüben sich ein.
  • Hauptrisiken für die Wirtschaftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Inlandsnachfrage und der Wechselkurs. Insbesondere in den USA nennt mittlerweile fast jedes zweite Unternehmen Handelsbarrieren als Risikofaktor.
  • Global wird das Bruttoinlandsprodukt 2018 nur um 3,6 Prozent zulegen können und liegt damit unter dem langjährigen Durchschnitt von 3,8 Prozent. Auf Basis der Umfrageergebnisse ist für 2019 mit keiner Besserung zu rechnen: Der DIHK erwartet einen Zuwachs von 3,5 Prozent – und das auch nur, wenn die Dinge gut laufen.
  • Herausforderungen gibt es auch beim Welthandel: Ist zu Anfang des Jahres noch von einem Wachstum von 4,9 Prozent ausgegangen worden, liegt die Prognose bei nur noch 4,0 Prozent und unterschreitet den langjährigen Durchschnitt (20 Jahre) von 5,1 Prozent somit deutlich. Auch im nächsten Jahr gibt es kaum Anlass für Entspannung. Der DIHK geht auch hier von 3,7 Prozent aus.