Ungarn

Erscheinungsdatum: 30.09.2019

Verfasser: AHK Ungarn, Dr. Dániel Boros, Leitung Recht und Steuern


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Unterlagen vor Ort

Die Mitarbeiter müssen bei Entsendung nach Ungarn die unten aufgeführten Unterlagen bereithalten. Diese Unterlagen müssen für alle Mitarbeiter während des Gesamtentsendezeitraums in der Originalsprache vorliegen. Bei Kontrollen kann die Behörde allerdings eine Übersetzung von allen Unterlagen verlangen.

  • Unterlagen über die Anmeldung des Arbeitnehmers zur Sozialversicherung (A1)
  • Arbeitsvertrag (bei längeren oder sich wiederholenden Entsendungen mit Übersetzung ins Ungarische)
  • Entsendemeldung (derzeit nur als Print screen möglich, da keine Bestätigung seitens der Behörde)
  • Lohnunterlagen; das umfasst:
    • Arbeitsvertrag oder Dienstzettel und
    • Lohnzettel und Lohnzahlungsnachweise oder Banküberweisungsbelege und
    • Lohnaufzeichnungen und
    • Arbeitszeiterfassung (mit und ohne Überstunden)
  • Erfassung des Urlaubs, Krankenurlaubs
  • Erteilung der gesetzlichen Mitarbeiter-Informationen bei Arbeitszeitrahmen
  • evtl. Protokoll bei Bauvorhaben

Zum Beispiel:

Das deutsche Unternehmen hat einen Bauauftrag in Ungarn vom 01.01.2017 bis 30.09.2017. Während dieses Zeitraums wird der Mitarbeiter M vom 01.01.2017 bis 30.09.2017 entsandt und der Mitarbeiter S vom 01.01.2017 bis 31.03.2017. Der Gesamtentsendezeitraum ist der 01.01.2017 bis 30.09.2017. Daher müssen für beide Mitarbeiter in der Zeit vom 01.01. 2017 bis 30.09.2017 die Unterlagen in Ungarn bereitgehalten werden.

Die Unterlagen sind in physischer Form am Arbeits(Einsatz-)ort bereitzuhalten. Die Behörden müssen die Echtheit der Dokumente überprüfen können. Eine ungarische Übersetzung der Unterlagen wird nicht benötigt.

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