Brexit und Zoll

Brexit und Zoll

Einleitung

Der freie Warenverkehr ist eine der großen Errungenschaften des EU-Binnenmarktes, von dem Unternehmen und Verbraucher in der EU profitieren. Mit dem Brexit verlässt das Vereinigte Königreich (VK) nicht nur die EU, sondern auch den gemeinsamen Wirtschaftsraum der EU-Mitgliedstaaten. Den freien Warenverkehr wird es zwischen der EU und dem VK in seiner gewohnten Form nach dem Brexit nicht mehr geben.

Auch wenn die konkreten Folgen für den Warenhandel derzeit noch unklar sind, können Unternehmen bereits jetzt einige Punkte für ihr künftiges VK-Geschäft klären und entsprechende Vorbereitungen treffen. Denn unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen werden ab dem Austritt in jedem Fall Zollformalitäten zu beachten sein, die momentan im Handel mit Großbritannien als Mitgliedstaat der EU nicht anfallen.

Die EU-Kommission hat in Vorbereitung auf einen möglichen ungeordneten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU einen "Aktionsplan für den Notfall" veröffentlicht. Es soll in einigen Bereichen temporäre Sonderregelungen geben, sollte kein Austrittsabkommen geschlossen werden. Diese sollen zumindest die gravierendsten Verwerfungen eines ungeordneten Brexit abmildern. Diese angedachten temporären Sonderregelungen sollen jedoch nicht für den Bereich des gegenseitigen Warenverkehrs gelten. Hier soll der Unionszollkodex (UZK) ab dem 30. März 2019 vollumfänglich Anwendung finden.

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