Gemeinsam die deutsche Wirtschaft nach Äthiopien bringen

Gemeinsam die deutsche Wirtschaft nach Äthiopien bringen

Deutsch-Äthiopische Entwicklungszusammenarbeit


Addis Abeba (15.12.2017) - In Addis Abeba kamen jetzt Vertreter deutscher und äthiopischer Regierungsstellen, der privaten und verfassten Wirtschaft, der Entwicklungszusammenarbeit und der Botschaft zusammen, um die Eröffnung des ersten Business & Cooperation Desk in den Räumen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu feiern.

Di deutsche Botschafterin Brita Wagener, der Leiter des AHK-Netzwerks Benjamin Leipold sowie der Landesdirektor der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) Matthias Rompel sparchen zur Eröffnung über die wirtschaftlichen Chancen und Herausforderungen des Landes und unterstrichen die Notwendigkeit einer intensivierten Verflechtung von Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit. Im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten wächst die äthiopische Volkswirtschaft überdurchschnittlich. Dabei unterstrich Botschafterin Wagener sowohl das mit 1,23 Milliarden Euro angewachsene Gesamtvolumen der deutschen Exporte nach Äthiopien, als auch die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit und deren Kontakte zu nationalen Partnern.

Wir bleiben!

Benjamin Leipold brachte dabei auf den Punkt: „Deutschland ist hier, um zu bleiben. Um Handel und Investitionen zu fördern sind neben der notwendigen Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Informationen und Unterstützungsformate für die mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaft notwendig.", die man in Zukunft intensiver und in enger Kooperation mit der AHK Kenia voranbringen möchte. Matthias Rompel stellte die lange Tradition der engen Zusammenarbeit mit dem Privatsektor in Äthiopien dar – mit Hinblick auf die Entwicklung von agrarischen Wertschöpfungsketten, Verbesserung der Standards in der Textilindustrie, Qualifizierung von Fachkräften und Mechanisierung durch Kooperation mit deutschen Landmaschinenherstellern.

In der darauf folgenden Paneldiskussion teilten deutsche und lokale Unternehmensvertreter ihre Erfahrungen des Geschäftsaufbaus sowie in der EZ-Kooperation mit dem Publikum und hörten gespannt den Ausführungen des stellvertretenden Leiters der äthiopischen Investitionskommission Ato Belachew zu, der über die Bemühungen und geschaffenen Anreizsysteme für mehr Investitionen und lokale Wertschöpfung informierte. GIZ-Experte Axel Klaphake wies auf die Schlüsselfunktion von Qualifizierung für wirtschaftliches Wachstum und qualifizierte Arbeitsplätze hin – nicht zuletzt mit Hinblick auf Kooperationen zwischen GIZ und der Privatwirtschaft. In ihren abschließenden Worten ordneten Michael Wimmer vom Bundesentwicklungsministerium (BMZ)  und Christian Storost vom Bundeswitschaftsministerium (BMWi) das durch den Business & Cooperation Desk gemeinsam ins Leben gerufene Beratungsangebot für deutsche Unternehmen in den strategischen Rahmen der Bundesregierung (Compact with Africa) zur intensivierten Zusammenarbeit mit Afrika für Äthiopien ein.

Seit April 2017 hat das BMZ die GIZ mit der Durchführung des Neuvorhabens „Global Business Network-Programm“ beauftragt, das in ausgewählten Ländern in Afrika und Asien Business & Cooperation Desks in den Strukturen der deutschen EZ einrichtet. Zentrales Ziel ist dabei, ein entwicklungsorientiertes unternehmerisches Engagement deutscher Unternehmen in enger Kooperation mit der EZ vor Ort zu erhöhen. Durch das GBN-Programm sollen lokale sowie deutsche Unternehmen einen verbesserten Zugang zu den Informations-, Kooperations- und Netzwerkangeboten der deutschen EZ erhalten. Außerdem sollen daraus neue Projektinitiativen mit Unternehmen entstehen. In Afrika fokussiert sich das GBN-Programm auf die Länder Äthiopien, Ruanda (inkl. Uganda) und Namibia. Das GBN-Programm plant den Aufbau von Business & Cooperation Desks in einem weiteren afrikanischen Land und zwei Ländern Asiens.

Quelle: BMZ