Elektrogerätelieferung innerhalb der EU

Hier finden Sie Informationen über die Pflichten eines deutschen Herstellers oder Händlers, der Elektro- und Elektronikgeräte in andere EU-Mitgliedsländer liefert.

Dabei ist zunächst zu unterscheiden:

a) Werden die Geräte mit Hilfe der Fernkommunikationstechnik unmittelbar an Nutzer in privaten Haushalten vertrieben, muss der deutsche Hersteller/Händler bei der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) registriert sein, die Mengen melden und in die Garantieberechnung einbeziehen. Außerdem muss er bei der Meldung das Empfängerland angeben. Er hat für diese Mengen in Deutschland jedoch keine Rücknahmeverpflichtung.

b) Werden die Geräte an einen Vertreiber in einem anderen EU-Mitgliedsstaat geliefert, so sind die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes maßgebend. Die im Ausland abgesetzten Mengen müssen in Deutschland nicht gemeldet werden.

Anders als in Deutschland gibt es in den meisten EU-Ländern - soweit dort die EU-Vorgaben schon umgesetzt werden - kollektive Rücknahmesysteme, an die sich die Hersteller/Importeure anschließen müssen. Diese kollektiven Rücknahmesysteme sind über die gemeinsame Internetseite http://www.weee-forum.org/ zu finden.

Darüber hinaus können deutsche Firmen in den anderen EU-Ländern auch die Dienste der jeweiligen Außenhandelskammer (AHK) in Anspruch nehmen.