Fokus auf: Erneuerbare Energieträger

Unternehmen des Energiesektors haben jetzt gute Chancen in den italienischen Energiemarkt einzusteigen. In Italien sollen nämlich in den nächsten elf Jahren mit Hilfe erneuerbarer Energieträger doppelt so viel Strom und Treibstoff produziert werden wie heute; im Wärme- und Kältebereich soll sich die Produktion aus erneuerbaren Energiequellen sogar verfünfachen
  • Für die Zukunft sind die Aussichten in Italien in allen Sektoren – von Fotovoltaik bis Biomasse – positiv. Greift man nur einmal den Bereich der Fotovoltaik heraus, wird offensichtlich, welche Wachstumschancen allein in diesem Sektor stecken: sind in Italien zurzeit Anlagen mit einer Leistung von etwa 650 Megawatt (Okt. 09) installiert, sollen bereits in drei Jahren daraus 1200 Megawatt werden. In einem Strategiepapier der italienischen Regierung aus dem Jahr 2007 geht man davon aus, dass die Megawattleistung im Fotovoltaikbereich in den nächsten 11 Jahren um das 13-fache gesteigert werden kann. Für die Wärmeproduktion erwartet man, dass 2020 in Italien fast 40-mal mehr Wärme aus Solarthermie und sechsmal mehr Wärme aus Biomasse gewonnen wird.
  • Auch die neue EU-Richtlinie Erneuerbare Energien (April 09) stärkt die Hoffnung auf positive Marktentwicklungen. Darin verpflichtet man Italien innerhalb 2020 den Anteil der erneuerbaren Energieträger am Gesamtenergieverbrauch von ca. 5% auf insgesamt 17% zu steigern. Zudem soll der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Stromverbrauch von etwa 16% auf ~ 30% erhöht werden, während im Jahr 2020 auch 10% des Treibstoffs aus regenerativen Energiequellen erzeugt werden muss
  • Um den italienischen Markt erfolgreich zu bearbeiten, bieten sich laut Sepp Walder, Mitarbeiter des Bereichs Energie & Umwelt des TIS innovation park in Bozen, Geschäftskooperationen mit Unternehmen aus der nördlichsten Provinz Italiens nämlich Südtirol an. Südtiroler Unternehmen bieten den Vorteil, dass sie sowohl deutsch- als auch italienischsprachig sind und den italienischen Markt natürlich gut kennen, so Walder weiter. In Südtirol sind alle wichtigen Akteure zweisprachig d.h. es bieten sich optimale Bedingungen für Unternehmen aus Bayern, um von dort aus in Kooperation mit lokalen Unternehmen den italienischen Markt zu bearbeiten. Aus diesem Grund haben bereits eine Vielzahl von Unternehmen aus Deutschland eine Niederlassung für den italienischen Markt in Südtirol eröffnet bzw. in Südtirol den richtigen Vertriebspartner für den italienischen Markt gefunden. Der Bereich Energie & Umwelt des TIS innovation park ist bei der Suche nach spezifischen Partnern in Südtirol behilflich.
  • Kontakte
    Weitere Informationen zum italienischen Markt:
    Mag. Sepp Walder, Energie & Umwelt, TIS innovation park
    Siemensstraße 19 | 39100 Bozen | Italien
    Tel. +39 0471 068 049, sepp.walder@tis.bz.it, www.tis.bz.it

    Bayern Handwerk International organisiert Kooperationsbörsen, Projekte, Unternehmerreisen etc. im Bereich erneuerbare Energien und energieeffizientes Bauen an.
    Weitere Informationen hierzu erhalten Sie bei:
    Edith Böhm, Bayern Handwerk International,
    0911/ 586856-30,
    e.boehm@bh-international.de