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Teil II: Kontakte, Kontakte, Kontakte


Das Auwi-Portal begleitet eine kleine Innenausbau-Firma aus dem oberfränkischen Burgwindheim bei ihren ersten Schritten auf neue Märkte.

Im März hatte Auwi erstmals über Familie Schendzielorz und ihren Betrieb VOGEL wohn(t)räume in holz besucht. Mit Hilfe des bayerischen Förderprojekts „Go International“ wagen sie den Gang ins Auslandsgeschäft. Nun wollen wir wissen, ob und was sich „in Sachen Export“ während der letzten zwei Monate getan hat. Von weit her erhält die Firma Vogel Besuch im Juli: Potenzielle Kunden aus der Ukraine haben sich angekündigt! Dieser Besuch ist eines der Ergebnisse von Vogels Teilnahme an der internationalen Messe „Erlebniswelt Bad ISH“ in Frankfurt/Main Ende März.

„Wir haben jede Menge wertvolle Kontakte geknüpft und Informationen vor allem über den osteuropäischen Markt gesammelt“, berichtet Firmenchef Harald Schendzielorz. Während der Messe war ein deutsches Dienstleistungsbüro an ihn herangetreten, die für Kunden aus der Ukraine und den GUS-Staaten Betriebe aus dem Bereich Innenausbau suchen. Fazit ist nun der anstehende Besuch.

In Bewegung bleiben

„Zwar haben wir noch keine konkreten Aufträge ergattert, aber Kontaktanbahnungen, die am Anfang eines jeden Exportgeschäfts nun mal stehen, sind hervorragend gelungen. Alles ist in Bewegung“, sagt Harald Schendzielorz. Momentan ist er ständig auf Achse: In der Nähe von Berlin sind er und seine Mitarbeiter gerade mit dem Innenausbau einer Villa für einen russischen Privatmann beschäftigt, der seinen Bad- und Saunabereich mit wertvollem Holz eingerichtet haben möchte. Daneben müssen dann noch die üblichen „Hausaufgaben“ erledigt werden, die der Firmeninhaber von der Messe mitgebracht hat: „Viele Firmenvertreter oder Architekten sind an uns herangetreten, die Kunden in Slowenien, dem Baltikum, Ex-Jugoslawien oder auch Spanien haben und Interesse an unserem Service und den Produkten gezeigt haben.“ Jetzt heißt es, Kontakt aufnehmen, Infomaterial und Angebote per Post und E-Mail verschicken.

In Bewegung bleiben

Russischer Markt zukunftsweisend

„In den Gesprächen auf der Messe hat man von den verschiedensten Seiten immer wieder gehört, dass der russische Markt kommt“, sagt Schendzielorz. Zwar mache sich die Wirtschaftskrise wie überall auch in diesen Ländern bemerkbar, Aufträge werden abgebrochen oder eingefroren. Ein „Marktkenner“ habe ihm aber verraten, dass sich der Geschmack der Osteuropäer im Wandel befindet: „Viele wohlhabende Klienten aus dem östlichen Raum suchen handgemachtes Interieur oder Bauelemente in einem klaren, modernen Stil. Da sind sie bei uns genau richtig. Alleine dieser Tipp war für uns hoch interessant.“ Passend dazu ist seit ca. vier Wochen die Website von Vogel nun auch auf Russisch zu lesen. Die Umstellung wurde durch das bayerische Förderprojekt „Go International“ unterstützt, ebenso wie die Teilnahme an der Messe ISH: (http://www.holz-vogel.de/ru/index.php).

Kontakte zu ausländischen Investoren

Zudem ist Schendzielorz mit Vertretern einer armenischen Investorengruppe ins Gespräch gekommen. Diese planen langfristig den Bau einer großen Reha-Klinik in Form einer Fünf-Sterne-Hotelanlage in Deutschland für russische Patienten. Hintergrund ist, dass deutsche Ärzte in Russland einen hervorragenden Ruf haben und sich wohlhabende russische Privatleute in Deutschland behandeln lassen. Nur geeignete, deren Ansprüchen gerecht werdende Reha-Kliniken sind hier noch Mangelware. Ein idealer Markt für die Vogel Wohnträume, auch wenn es sich nicht um ein klassisches Exportgeschäft, aber zumindest Geschäfte mit ausländischen Investoren handelt. Das Auwi-Portal bleibt am Ball, wird nachfragen, wie es steht in Burgwindheim und ob der ukrainische Besuch etwas mitgebracht hat.+++Karoline Rübsam