Selbstständig, weltoffen, sprachgewandt: Ein Auslandspraktikum gehört zur Persönlichkeitsbildung – Betriebe profitieren

Selbstständig, weltoffen, sprachgewandt: Ein Auslandspraktikum gehört zur Persönlichkeitsbildung – Betriebe profitieren Selbstständig, weltoffen, sprachgewandt: Ein Auslandspraktikum gehört zur Persönlichkeitsbildung – Betriebe profitieren

Dietfurt (26.07.2010) - Fabian Pirzer, Hannelore Spangler und Mobilitätsberaterin Cordula Ripp von der Handwerkskammer für Mittelfranken sind sich einig: Fabians vierwöchiges Auslandspraktikum im nordirischen Derry war ein voller Erfolg.

„Wir sind ein weltweit agierendes Unternehmen“, sagt die Geschäftsführerin der Spangler GmbH im oberpfälzischen Dietfurt „und deshalb legen wir Wert darauf, dass alle unsere Mitarbeiter ein gutes Englisch sprechen, gerade auch unsere Auszubildenden.“ „Mich hat das Auslandspraktikum auch persönlich weiter gebracht“, sagt der 19-jährige angehende Elektroniker für Automatisierungstechnik: “Ich bin viel selbstbewusster geworden, traue mich viel leichter an Aufgaben heran und knüpfe auch leichter Kontakte.“ Und Cordula Ripp von der Mobilitätsberatung freut sich, dass es Fabian so gut getroffen hat.
 
Bestens vorbereitet
 
„Den Traum, bereits während der Ausbildung im Ausland Erfahrungen zu sammeln, haben viele junge Handwerker“ berichtet sie, „aber es gibt viel vorzubereiten, damit der Traum wahr werden kann.“ In enger Zusammenarbeit mit Fabian Pirzer und seinem Ausbildungsbetrieb konnten die Weichen für das Auslandspraktikum gestellt werden: der Praktikumszeitraum, die Finanzierung sowie die Einsatzstelle. Cordula Ripp empfahl das Leonardo da Vinci - Projekt „Azubi Mobil“. Organisiert durch die IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg war es für das Vorhaben genau das Richtige – in kürzester Zeit wurde Fabian so ein Stipendium samt Praktikumsplatz vermittelt. „Es hat einfach alles gut gepasst – die Motivation des Lehrlings, der in besonderer Weise von seinem Betrieb unterstützt wurde und auch die Zusammenarbeit mit Azubi- Mobil“, stellt die Mobilitätsberaterin im Nachhinein fest.
Für seine große Auslandsreise hatte Fabian nur eine Woche Vorbereitungszeit. „Im Betrieb wurde ich bei meinen Vorbereitungen voll unterstützt: Von meiner Auszubildendenkollegin erhielt ich einen Englischcrashkurs und ich bekam weitere Informationen über den Ablauf meines Aufenthaltes in Nordirland. Außerdem konnte ich im Internet recherchieren und machte mir mit einem Reiseführer ein Bild über die Kultur und Lebensweise in meinem Gastland.“
 
Bestens betreut
 
In Irland wurde er sehr freundlich empfangen und bestens betreut. „Ein Angestellter kümmerte sich speziell um mich und beantwortete meine Fragen“, erzählt Fabian von seinen ersten Tagen bei E&L Enginneering Ireland Ltd. in Burnfoot. Die irischen Kollegen waren mit Fabians Arbeit sehr zufrieden und beeindruckt von seinen praktischen Kenntnissen. Schon bald durfte er selbstständig eigene Projekte bearbeiten. „Bei uns im Betrieb werden die Auszubildenden schon früh mit eigenen Projekten betraut, denn wir legen größten Wert auf selbstständige Arbeitsweise und fördern diese natürlich sehr“, erläutert Hannelore Spangler die Firmenphilosophie. Die duale Ausbildung in Deutschland ist als Grundlage für solch ein Arbeiten, wie Hannelore Spangler sagt, „absolut notwendig.“
 
Weltoffenheit
 
„Ebenso wichtig wie die Einblicke in die Arbeitswelt anderer Länder ist auch das Kennenlernen der Lebensweise im Gastland“, ist die Meinung von Mobilitätsberaterin Cordula Ripp, „Da spielen auch Dinge wie die Unterbringung, das Essen und die interkulturellen Kontakte eine große Rolle.“ Und auch hier hat es Fabian gut getroffen: Er hatte eine Gastmutter, die ihn leidenschaftlich (gut) bekochte und sich sogar um seine Wäsche kümmerte. Mit seinem Zimmernachbarn einem Spanier, hat er sich schnell angefreundet. In der Freizeit unternahm er mit seinen Kameraden aus der Sprachenschule Ausflüge oder probierte das irische Bier in den Pubs. Letztendlich war der Auslandsaufenthalt „Eine in vielerlei Hinsicht sehr gute Lebenserfahrung“ sagt Fabian und hofft, „dass dies mir vielleicht auch beim weiteren Berufsweg noch Vorteile bringen wird.“ Hannelore Spangler resumiert: „Jeder Auszubildende sollte die Möglichkeit haben, Erfahrungen im Ausland zu sammeln.“
 
Weitere Informationen über die Mobilitätsberatung bei der Handwerkskammer finden Sie unter www.mobilitaetscoach.de.
 
(Bildunterschrift:
Fabian bei der Verdrahtung eines Schaltschrankes in seinem Ausbildungsbetrieb in Dietfurt. Im Mai war er vier Wochen in Irland, um dort die Lebens- und auch die Arbeitswelt in einem Praktikum kennenzulernen. Foto: Spangler GmbH)