Erfolgsgeschichte Markterschließung Frankreich: „Letztendlich zählt Qualität, nicht Quantität“

Dietmannsried (01.03.2010) - Als eines der ersten schwäbischen Unternehmen hat sich die Töpfer GmbH an der Kooperationsbörse Frankreich des Außenwirtschaftszentrums Bayern (AWZ) beteiligt. Das Förderprojekt wurde zusammen mit Bayern Handwerk International, der IHK Schwaben, der Deutsch-Französischen IHK und dem AWZ initiiert.
  • Die Töpfer GmbH aus Dietmannsried setzt konsequent auf die Eroberung neuer Märkte. Seit 1911 stellt das Unternehmen Babynahrung, Pflege- und Nahrungsergänzungsmittel her und ist mittlerweile in mehr als 20 Ländern mit seinen Produkten erfolgreich vertreten. „Wir suchen in der Regel pro Land einen festen Partner. Dieser vertreibt unsere Produkte exklusiv unter unserer Töpfer-Marke oder unter seiner – idealerweise bereits bekannten – Eigenmarke“, erklärt Exportleiterin Maria Ländle. Nach erfolgreichen Kooperationen in Italien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland richtet sie den Blick nun auch nach Westeuropa. „Die Aktion der Deutsch-Französischen IHK kam daher genau zum richtigen Zeitpunkt.“ Nachdem der Kontakt zur Auslandshandelskammer (AHK) in Paris hergestellt war, definierte das Dietmannsrieder Unternehmen in einem detaillierten Fragebogen klare Wunschvorstellungen an mögliche Geschäftspartner und gab genaue Zielvorstellungen.
  • Daraufhin erstellte die AHK ein individuelles Firmenprofil in französischer Sprache und schickte eine Aufstellung möglicher Partner. „Nachdem wir die Liste von 30 auf zehn mögliche Firmen eingeschränkt hatten, blieben schließlich noch drei Kandidaten, die auf die anschließende Kooperationsbörse in die Deutsche Botschaft nach Paris kamen“, erinnert sich Maria Ländle. Mit einem Unternehmen aus Bordeaux steht sie seitdem ständig in Kontakt.
  • Neben den Dienstleistungen der AHK Frankreich fließen in das Projekt auch noch Fördergelder. „Dieses Projekt wird vom Freistaat Bayern mit 35 % unterstützt“, erklärt Elke Hehl, Leiterin des Europa-Infoservice der IHK Schwaben, über die der Kontakt zur AHK zustande kam. „Intention ist es, den bayerischen Unternehmen Türen zu öffnen und ihnen erste Gespräche zu ermöglichen. Die Gesprächspartner werden dabei gezielt von der AHK Paris gesucht.“ Ob die Unternehmen schließlich zueinander finden, hängt nicht zuletzt von der Zielstrebigkeit der Suchenden ab. Maria Ländle ist optimistisch. „Es sieht momentan sehr positiv aus“, freut sich die Exportleiterin der Firma Töpfer. „Das Förderprogramm läuft wirklich sehr effektiv, die AHK Frankreich und die IHK Schwaben arbeiten sehr engagiert. Jedem, der sich für das Markterschließungsprojekt interessiert, rate ich, das gewünschte Partnerprofil sehr klar zu definieren, um eine entsprechende Effizienz zu gewährleisten; denn letztendlich zählt bei der Auswahl der Firmen Qualität und nicht Quantität“, fasst sie ihre Erfahrungen zusammen.