So schön es geht: Ferrum & Form

So schön es geht: Ferrum & Form

Raubling. - Tu es, so schön du kannst! - Das ist das Motto von Künstler Michael Warter aus dem oberbayerischen Raubling.

Seit 2003 betreibt er die Firma Ferrum & Form, und obwohl er seine kleine Firma als „noch grün hinter den Ohren“ bezeichnet,  hat sein Betrieb schon die Luft eines Auslandsmarktes „geschnuppert“. „Die grenznahe Lage hat ergeben, dass wir seit Bestehen der Firma 2003 auch Aufträge in Österreich erledigen“, sagt Firmenchef Warter.

Ferrum & Form setzt sich neben Betriebsleiter Michael Warter aus vier Mitarbeitern zusammen. „Wir entwerfen speziell nach den individuellen Wünschen unserer Kunden Objekte für den Innen- und Außenbereich.“ Warter und sein Team entwerfen und gestalten Treppen, Möbel, Beleuchtungskörper und Kunstobjekte aus Wasser und Licht aus verschiedenen Materialien. Metallkonstruktionen werden in der hauseigenen Werkstatt gefertigt. „Die Projekte ziehen sich quer durch unsere angebotenen Leistungen. Unsere Devise lautet: Bringt dir eine Bauersfrau einen Korb, den sie bepinselt haben möchte, tu es, so schön du´s kannst, denn in seiner bescheidenen Weise ist das ebenso wichtig wie ein Fresco auf einer Palastwand.“

In Oberbayern ist Ferrum & Form in einem Umkreis von 100 Kilometern tätig und auch Österreich, wo Aufträge für eine Firma und Privatleute erledigt wurden, gehört teilweise zum Markt der kleinen Firma. Die Markterschließungsschritte sind noch klein und bescheiden. Durch eine Beratungsgespräch mit den Experten der Handwerkskammer München, den Besuch der Bozener Herbstmesse und eine Informationsreise nach Barcelona und Mallorca hat Michael Warter angefangen, Auslandsmärkte zu erkunden. „An Förderprojekten oder Messen haben wir noch nicht teilgenommen, da ist unser Laden noch ‚zu grün’“, sagt Warter. Es fehle zudem noch der wichtige „Finanzpuffer“.

„Wir versuchen aber, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen. Reizen würde ihn eine Ausweitung in Österreich und neue Kontakte in Italien, der Schweiz, Spanien und Russland. „Aber da hapert´s  halt mit der Sprache noch a bisserl,“ so der Künstler.

Probieren und eine Erfahrung machen, bringe einen immer weiter, meint Warter. Einen Tipp kann er Unternehmern geben, die auch im Ausland geschäftlich tätig werden wollen: Man sollte sich intensiv mit Land, Menschen und Kultur auseinander setzen und diese respektieren. Und bloß nicht versuchen, irgendwem eine Sache aufdrängen, die man selbst für wichtig hält.