Grenzenlos konstruieren - Obermeyer Beraten + Planen

Grenzenlos konstruieren - Obermeyer Beraten + Planen

München. - Bescheiden war der Beginn in den 50er Jahren in München - heute ist sie weltweit in über 35 Ländern tätig:

Die Firma Obermeyer Planen + Beraten (OPB) aus München deckt mit ihren Dienstleistungen fast alle Bereiche des Bauwesens ab und ist international in über 35 Ländern erfolgreich tätig.

Innerhalb von  47 Jahren hat sich ein Unternehmen entwickelt, das mit etwa 580 Mitarbeitern im Stammhaus und insgesamt mehr als 1.000 Mitarbeitern in der Unternehmensgruppe ein umfassendes Leistungsangebot im In- und Ausland präsentiert. Die Liste dieser Leistungen ist lang: Beratungsleistungen, Studien, Planungen, Bauüberwachungen und Projektsteuerung von komplexen Hochbau-, Verkehrs- und Umweltprojekten.

Dass die führenden Hotelgruppen Ritz-Carlton und Four Seasons vor kurzem ankündigten, auf der philippinischen Insel Boracay investieren und mehrere Hotelkomplexe errichten zu wollen, ist nicht zuletzt der Verdienst von OPB. Die Planungsfirma führte im Herbst 2005 eine Studie der International Finance Corporation (IFC) - einem Mitglied der Weltbankgruppe - durch. Diese Untersuchung war es, die die beiden Hotelkonzerne zu ihrem Engagement auf den Philippinen anregte.

Möglich wurde die Studie aus den Mitteln des Bayerischen Constultant Trust Funds bei der IFC. „Über das Wirtschaftsministerium und über Gespräche mit dem Bayerischen Verbindungsbüro bei der Weltbank in Washington haben wir von diesem Programm erfahren“, sagt Matthias Lohmann, Director International Business Development bei OPB. Ziel der Studie war, die Investitionschancen für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus in dieser Region zu definieren und zu analysieren. Die unüberschaubare und außer Kontrolle geratene Tourismusentwicklung soll dabei eingedämmt, die daraus entstandenen Infrastrukturprobleme gestoppt und ein nachhaltiger Tourismus im Einklang mit der Bevölkerung und der Natur auf den Weg gebracht werden.  Nach der Auswertung von Umfragen, Statistiken und über 200 Experteninterviews konnte OPB über 50 konkrete Investitionsmöglichkeiten erkennen. Acht Wochen benötigten die Experten für die Untersuchung, insgesamt zweimal waren Mitarbeiter zur Recherche vor Ort.

Auslandsmärkte sind für Obermeyer kein „Neuland“: OPB ist seit 20 Jahren einer der führenden Architekten auf dem Chinesischen Markt und hat zahlreiche Städte, Flughäfen, Metrostationen, Ausstellungszentren, Sportstätten, Krankenhäuser, Softwareparks, Industrieanlagen, Automobilteststrecken und Bahnhofsareale geplant. Seit Juni 2005 plant und leitet OPB mit einer Mannschaft von 30 deutschen ICE-Trassen-Experten von Wuhan/China aus das mit 970 Kilometern längste Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnprojekt der Erde. Die Nord-Süd-Strecke von Wuhan nach Guangzhou führt durch Schwemmland  wie durch Hochgebirge und umfasst Tunnel mit einer Gesamtlänge von 190 Kilometer. Das 10 Mrd. USD teuere Projekt soll innerhalb von nur fünfeinhalb Jahren geplant und umgesetzt werden.

Obermeyer ist also seit Jahren weltweit auf den Märkten  von A wie Afghanistan bis V wie Vereinigte Arabische Emirate  präsent. Trotzdem war die Teilnahme an einem Förderprojekt wie dem CTF eine Premiere für das Unternehmen. Die Teilnahme an dem Projekt hat Folgen: Obermeyer kann sich für andere gleichwertige Studien und Projekte empfehlen, die Studie auf den Philippinen fungierte sozusagen als Sprungbrett für ostasiatische Märkte. Nach Angaben des bayerischen Verbindungsbüros in Washington wird sogar überlegt, eine Folgestudie unter Leitung von OPB an deren erste Untersuchung anzuschließen.

Tipps für Export-Einsteiger hat Matthias Lohman jede Menge: Die Spezialisierung auf qualitative Nischenprodukte und lokale Netzwerkbildung in ausgewählten Ländern, die Bildung synergetischer Bietergruppen und eine Zusammenarbeit nur mit Vertrauenspersonen ist seiner Ansicht nach unabdingbar. Außerdem empfehle sich eine Positionierung auf ausländischen Märkten meist nur mit lokalen Partnern vor Ort.

Auch wenn auf der Weltkarte der Firma Obermeyer schon viele Fähnchen gesteckt sind – die Erschließung neuer Märkte geht weiter. Matthias Lohmann: „Neben der Fokussierung auf unsere Kernmärkte streben wir in Richtung der Wachstumsmärkte wie den VAE, Südosteuropa, Maghreb und alle Länder, in denen Olympische Spiele, Weltausstellungen und Fußball-Weltmeisterschaften ausgetragen werden“.