Entwicklungszusammenarbeit

Entwicklungszusammenarbeit

Unternehmen.Chancen.Entwicklung

Unterstützung für Geschäfte in Schwellen- und Entwicklungsländern

Sie wollen sich in einem Entwicklungs- oder Schwellenland engagieren? Was ist Ihr Motiv? Der Export in neue Märkte, der Import aus „schwierigen“ Ländern? Planen Sie eine Investition in eine Tochtergesellschaft oder suchen Sie die Möglichkeit einer ethisch motivierten Kapitalanlage im Rahmen ihres Corporate Social Responsibility-Engagements? Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bietet ein attraktives Spektrum an Finanzierungsinstrumenten, Begleitmaßnahmen, Beratung und Kooperationsmöglichkeiten für unterschiedliche Phasen Ihres Auslandsgeschäfts.

Die IHKs und Handwerkskammern in Bayern bauen gemeinsam mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium die Kooperation mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit aus und haben einen EZ-Scout am Außenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ) etabliert. Als „Lotse“ führt er durch die vielfältigen Förder- und Finanzierungsangebote für Ihr Engagement in neuen Märkten in Afrika, Asien oder Lateinamerika.

Der EZ-Scout unterstützt insbesondere mittelständische Unternehmen in Bayern konkret durch:

  1. Beratung bei der Auswahl von Instrumenten der EZ zur Finanzierung von Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern
  2. Unterstützung bei der Antragstellung für Förderprojekte
  3. Vermittlung von Kontakten zu internationalen und lokalen Netzwerken der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
  4. Bereitstellung von Informationen zu Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit,  beispielsweise zu politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen oder Länderschwerpunkten mit Potential für Kooperation

Neue Märkte erschließen

Durch Entwicklungspartnerschaften, spezifische Kooperationsprojekte im Energiebereich oder innovative Geschäftsmodellentwicklung unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Ihr Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte.

develoPPP.de

Mit develoPPP.de fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Engagement der Privatwirtschaft dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitischer Handlungsbedarf zusammentreffen. Bis zu 50% (maximal 200.000 EUR) der Projektkosten werden durch BMZ-Mittel getragen, auf Wunsch erhalten Unternehmen auch fachliche Unterstützung. Die so genannten Entwicklungspartnerschaften können bis zu drei Jahre dauern und in den unterschiedlichsten Branchen und Themen angesiedelt sein. Entwicklungspartnerschaften, die das Potenzial haben, einen herausragenden entwicklungspolitischen Nutzen zu erzielen, können als Strategische Partnerschaften umfangreicher gefördert werden. Das Gesamtvolumen einer Strategischen Partnerschaft muss mindestens 750.000 EUR betragen.

Im Rahmen von develoPPP.de kooperieren Unternehmen stets mit einem der drei öffentlichen Partner, die das Programm im Auftrag des BMZ umsetzen: Die deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ)  und sequa gGmbH.

Innovative Geschäftsmodelle für Märkte in Entwicklungsländern

In Armut lebende Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern können sich essenzielle Güter wie Wasser, Lebensmittel oder Strom oft gar nicht oder nur in geringen Mengen leisten. Finden Unternehmen Wege, essenzielle Produkte oder Dienstleistungen auf den Bedarf und das Budget dieser Menschen zuzuschneiden, können sich ihnen neue Märkte erschließen, die potenziell vier Milliarden Kunden, Produzenten oder Geschäftspartner umfassen. Davon profitieren auch die Menschen selbst, bietet ihnen das doch die Möglichkeit, ihre Lebensumstände zu verbessern.
Diese Geschäftsmodelle – auch breitenwirksame Geschäftsmodelle oder Inclusive Business genannt – fördern nachhaltige Entwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die GIZ unterstützt Unternehmen, die solche Geschäftsmodelle entwickeln oder umsetzen möchten, mit Wissen, Netzwerken und praktischer Begleitung. Das umfasst beispielsweise die Base of the Pyramid (BoP)-Branchenleitfäden, die das jeweilige Potenzial für innovative Geschäftsmodelle in Branchen wie Energie, Agrar oder IKT untersuchen, ebenso wie das Inclusive Business Action Network und konkrete Projekte, die die GIZ gemeinsam mit Unternehmen im Rahmen von develoPPP.de umsetzt.

Klimapartnerschaften

Das Programm "Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft" verfolgt das Ziel, klimafreundliche Technologien in Schwellen- und Entwicklungsländern zu fördern und zu verbreiten und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Technologie und Reaktorsicherheit (BMU) gemeinsam mit der DEG im Rahmen der „Internationalen Klimaschutzinitiative“ angeboten.

Pro Projekt können bis zu 200.000 Euro aus dem Programm zur Verfügung gestellt werden. Das Unternehmen muss mindestens 50 Prozent der Projektkosten übernehmen und ist für die Realisierung des Projektes in finanzieller, inhaltlicher und personeller Hinsicht verantwortlich.

Projektentwicklungsprogramm (PEP)

Ein Engagement in Schwellen- und Entwicklungsländern ist für kleine und mittlere Unternehmen der Energiebranche eine besondere Herausforderung. Das Projektentwicklungsprogramm (PEP) der GIZ begleitet deutsche Unternehmen bei ihrem Schritt in diese vielversprechenden, aber oft noch schwierigen Märkte. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) soll es Unternehmenspartnerschaften zwischen deutschen und lokalen Firmen fördern und sie langfristig in den verschiedenen Phasen der Marktpositionierung und der Projektentwicklung begleiten. Aktuell konzentrieren sich die Aktivitäten auf Myanmar, die Philippinen, Thailand und Vietnam in Südostasien sowie auf Botsuana, Ghana, Madagaskar, Mali, Mosambik, Kenia, Sambia und Tansania in Subsahara Afrika.

Strategische Partnerschaft "Digitales Afrika"

Durch die Strategische Partnerschaft  will das BMZ zusammen mit der Privatwirtschaft das digitale Potenzial Afrikas erschließen und nachhaltige Impulse für Entwicklung setzen. Private Investitionen und verantwortungsvolles Unternehmertum im digitalen Sektor sollen wirkungsvoll flankiert und verstärkt werden. Angesprochen ist die Digital-Wirtschaft in ihrer gesamten Bandbreite – vom innovativen Start-up bis zum etablierten Großunternehmen. Im Fokus stehe ausgewählte Länder mit guten Rahmenbedingungen: Äthiopien, Kamerun, Kenia, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Tunesien, Südafrika, Sambia und Uganda.

Geschäftspartner­kontakte

Global Business Exchange Programme (GloBus)

Das GloBus Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland sowie in den Partnerländern Marokko, Kolumbien und Peru.
Deutsche Unternehmen, die an GloBus teilnehmen, ermöglichen Führungskräften aus dem jeweiligen Partnerland einen Praxisaufenthalt in ihrem Betrieb. Durch diesen Erfahrungsaustausch ergeben sich Kooperationsmöglichkeiten, von denen zukünftig beide Partner profitieren können.

Der Schwerpunkt kann beispielsweise auf der Erweiterung von Absatzmärkten, Technologie-Transfer, Zertifizierung oder der Etablierung von strategischen Partnerschaften liegen. Inhalt und Ausgestaltung der Kooperation definieren Sie in Abstimmung mit Ihrem Partner selbst.

Fit for Partnership with Germany - Das Managerfortbildungsprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums

Unter dem Motto "Training for Partnership" bereitet das Managerfortbildungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Führungskräfte aus Osteuropa, Zentralasien und Asien gezielt auf die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperationen mit deutschen Unternehmen vor.

In interaktiven und praxisorientierten Trainings eignen sich die Teilnehmer die Besonderheiten der deutschen Geschäftskultur an und verbessern ihr geschäftliches Auftreten und ihre Verhandlungstechniken. Branchenübergreifende Unternehmensbesuche vermitteln anschaulich Beispiele deutscher Unternehmenspraxis. Die Teilnehmer erhalten Praxiswissen deutscher Unternehmer aus erster Hand und machen sich vor Ort mit moderner Technik und Ausrüstung vertraut. Zudem treten die Programmteilnehmer in direkten Kontakt mit potentiellen Geschäftspartnern. Das Programm bietet somit allen beteiligten Unternehmen Zugang zum jeweils anderen Markt - eine Win-Win Situation.

Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan
Das Programm ist eine gemeinsame Initiative des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Teilnehmende Länder sind Serbien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien und Montenegro. Im Rahmen des Programms werden pro Jahr 60 Praktikumsplätze für hochqualifizierte Stipendiaten aus der Region in namhaften deutschen Unternehmen vermittelt

Für deutsche Gastunternehmen bietet das Stipendienprogramm eine ausgezeichnete und unkomplizierte Möglichkeit, hochqualifizierte Nachwuchskräfte aus der Region bei der Arbeit in Deutschland kennen zu lernen. Durch die Vorauswahl erhalten sie engagierte und gut vorbereitete Kandidaten, die sie auf einen späteren Einsatz als Mitarbeiter oder Vertreter im Heimatland prüfen können. Viele der Stipendiaten haben nach ihrem Aufenthalt in Deutschland einen Direkteinstieg bei deutschen Unternehmen in ihren Heimatländern geschafft.

In Entwicklungs- und Schwellenländern investieren

Ihr Weg zur Auslandsinvestition: Viele Mittelständler sammeln erste Erfahrungen im Ausland durch den Export ihrer Waren. Von dort ist der Schritt zu einer Direktinvestition dann nicht mehr groß. Haben Sie auch schon einmal über eine Auslandsinvestition nachgedacht? Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW Bankengruppe kann Ihnen dabei helfen – mit dem KfW-Unternehmerkredit zu attraktiven Konditionen. So können Sie neue Absatzmärkte erschließen und Ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Oder Sie nutzen das KfW-Umweltprogramm, um bereits bestehende Standorte im Ausland umweltfreundlich zu modernisieren, bzw. das KfW-Energieeffizienzprogramm, um Einspareffekte zu generieren. Ihr Unternehmen ist noch jung? Dann kommt für Sie der ERP-Gründerkredit Universell in Frage. Auch die Tochterunternehmen DEG und IPEX bieten Finanzierungen für Unternehmen, die im Ausland investieren oder Waren exportieren möchten.

Finanzierung privatwirtschaftlicher Investitionen durch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)

Die DEG, ein Unternehmen der KfW-Bankengruppe, finanziert Investitionen privater Unternehmen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Sie stellt Unternehmen langfristige Mittel zu Marktkonditionen zur Verfügung und bringt jahrzehntelange Erfahrung mit Investitionen in Entwicklungs- und Transformationsländer ein. Für deutsche Unternehmen ist bei der DEG eine eigene Abteilung zuständig. Die DEG-Experten beraten Firmen bei der Risikoanalyse und der Projektentwicklung. Sie helfen bei der Planung und Strukturierung der Investitionsvorhaben, prüfen vom Unternehmen erstellte Businesspläne und unterstützen bei der Beurteilung lokaler Partner. Das Angebot der DEG richtet sich an alle deutsche Unternehmen, insbesondere den Mittelstand. Pro Vorhaben stellt sie in der Regel Finanzierungsbeiträge mit einem Volumen von bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung. Jedoch können auch kleinere Investitionen finanziert werden.

Up-Scaling von Pionierinvestitionen

Wenn Sie ein innovatives Geschäftsmodell erweitern möchten, bietet die DEG für kleine und mittlere Unternehmen in Entwicklungsländern (z.B. lokale Tochtergesellschaften deutscher oder europäischer Unternehmen) das Programm Up-Scaling an. Bis zu 50 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens (max. 500.000 Euro) werden übernommen, unter der Voraussetzung, dass es private Kapitalgeber gibt, die mindestens 25 Prozent zur Finanzierung beitragen.

Investitionen vorbereiten: Machbarkeitsstudien

Die DEG finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Machbarkeitsstudien zur Vorbereitung eines Investitionsvorhabens, aber auch zur Einführung neuer Technologien, Verfahren und Dienstleistungen (bis zu 50 Prozent, maximal 200.000 EUR).

Investitionsbegleitende Aktivitäten

Private Unternehmen, die in sich entwickelnden Märkten tätig sind, haben besondere Herausforderungen, die oftmals nicht nur mit Finanzierungen gelöst werden können. Dazu bietet die DEG konzeptionelle und finanzielle Unterstützung, um entwicklungswirksame Projekte zu planen und umzusetzen. Typische Anwendungsbereiche sind Umwelt- und Sozialmanagement, Ressourcen- und Energieeffizienz oder die Weiterbildung von Mitarbeitern und Zulieferern.

Fachkräfte­gewinnung

Alumniportal Deutschland

Qualifizierte Fachkräfte mit interkultureller Kompetenz sind gefragt – nicht nur in Deutschland, sondern auch bei international agierenden, deutschen Unternehmen im Ausland. Gesucht werden gut ausgebildete Mitarbeiter mit deutschen und weiteren Sprachkenntnissen sowie einem Verständnis der deutschen Kultur und Arbeitsweise.

Das Alumniportal Deutschland ist ein soziales Netzwerk, welches die Vernetzung und den Wissensaustausch von Deutschland-Alumni, Unternehmen, Hochschulen und Organisationen fördert. So genannte Deutschland-Alumni sind Menschen aus aller Welt, die in Deutschland studiert, geforscht oder gearbeitet haben. Über das kostenlose Portal können Unternehmen weltweit mit Deutschland-Alumni in Kontakt treten und ihre besondere Expertise nutzen.

Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)

Unternehmen, die neue Märkte erschließen, stehen meist vor einem Problem: Vor Ort fehlen Mitarbeiter, die den deutschen und heimischen Markt kennen und über das notwendige fachliche Know-how verfügen. Gemeinsam mit dem Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) kann dieses Problem gelöst werden. CIM ist der Personalvermittler der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Als Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Bundesagentur für Arbeit (BA) verbindet CIM entwicklungspolitisches Know-how und arbeitsmarktpolitische Expertise.

DAAD Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert aus Mitteln des BMZ mehrjährige Hochschulpartnerschaften zwischen deutschen Hochschulen und ihren Partnerinstitutionen in Entwicklungsländern unter Beteiligung deutscher und/oder lokaler Wirtschaftspartner. Ziel ist, in Entwicklungsländern die Hochschulausbildung stärker an der Praxis auszurichten, die Beziehungen zwischen Hochschulen und Unternehmen zu verbessern und eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu fördern.

Senior Experten Service (SES)

Der Senior Experten Service entsendet ehrenamtliche Fachleute, die das aktive Berufsleben beendet haben, für weltweite Einsätze. Ob in Industrie- und Handwerksbetrieben, Organisationen oder Kommunen: Die mehr als 11.500 Senior Experten stehen mit ihrem Fachwissen aus über 50 Branchen mit Rat und Tat zur Verfügung. In der Regel dauern die ehrenamtlichen Einsätze drei bis sechs Wochen, höchstens aber sechs Monate, wobei fallspezifisch eine teilweise Deckung der entstehenden Kosten durch BMZ-Fördermittel denkbar ist. Ein Senior Experte kann zur Sicherung der Nachhaltigkeit auch zu Folgeeinsätzen angefordert werden.

Nachhaltigkeit im Auslandsgeschäft: CSR

„Corporate Social Responsibility“ oder kurz CSR ist Teil des strategischen  Managements von Unternehmen und besonders wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg beim Auslandsgeschäft. Vor allem für globale Wertschöpfungsketten stellt sich oft die Frage, wo CSR ansetzen muss und welche Maßnahmen sinnvoll sind. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bietet Unternehmen in diesem Bereich eine Reihe von Unterstützungsmöglichkeiten an.

CSR im Supply Chain Management

International agierende Unternehmen stehen bei der Integration von Corporate Social Responsibility in den Wertschöpfungsprozess vor einer besonderen Herausforderung. Unterstützung und Orientierung beim Lieferantenmanagement bieten internationale Standards und unternehmensübergreifende Initiativen.

Deutsches Global Compact Netzwerk

Der UN Global Compact heute das weltweit größte und wichtigste Netzwerk für unternehmerische Verantwortung und Corporate Social Responsibility (CSR). Er bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich gemeinsam mit anderen Teilnehmern über Ideen und gelungene Projekte auszutauschen. Im Dialog mit staatlichen und nicht-staatlichen Vertretern werden auf freiwilliger Basis Partnerschaften initiiert und praktikable Ansätze entwickelt. Deutsche Unternehmen zählen zu den Akteuren der "ersten Stunde" des UN Global Compact. Mittlerweile nehmen fast 300 deutsche Firmen am Compact teil – darunter viele mittelständische und auch kleine Unternehmen.

Förderung von Unternehmensverantwortung durch die Entwicklungspolitik

Aus entwicklungspolitischer Perspektive kann CSR als verantwortliches unternehmerisches Handeln definiert werden, das darauf abzielt, Handlungsspielräume im Sinne der nachhaltigen Entwicklung zu gestalten. Um gemeinsam mit der Wirtschaft diese Handlungsspielräume zu gestalten und die Lebenssituation in den Partnerländern zu verbessern, unterstützt das BMZ privatwirtschaftliches Engagement für nachhaltige Entwicklung.

Kompass Nachhaltigkeit - Wegweiser für die Beschaffung in KMU

Der KOMPASS NACHHALTIGKEIT unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf dem Weg zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen Beschaffung: Mit praktischen Informationen & Tools, einer Datenbank zu Nachhaltigkeitsstandards, Beispielen und vielem mehr.

Lieferketten in Entwicklungs- und Schwellenländern nachhaltig gestalten

Unterstützung bei der Einführung und Umsetzung von Standards als Management- und Kommunikationsinstrument entlang globaler Zulieferketten erhalten Sie von der GIZ. Zusätzlich fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit den vorwettbewerblichen Austausch zwischen Unternehmen im Rahmen von Runden Tischen und thematischen Foren, um innovative Ideen und Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.

Wirtschaft und Menschenrechte

Unternehmerische Verantwortung zur Wahrung und Einhaltung der Menschenrechte beginnt bei den eigenen Mitarbeitern und reicht bis hin zu Zulieferern und der Bevölkerung an Produktions- und Förderstätten. Die Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf die Menschenrechte zu ermitteln, ist ein zentraler Aspekt der Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Das Deutsche Global Compact Netzwerk bietet eine Reihe an Lern- und Coaching-Formaten für Unternehmen an.

Exporte in Entwicklungs- und Schwellenländer

Sie sind interessiert daran, sich als Exporteur von Lieferungen und Leistungen oder als Berater an den vielfältigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit zu beteiligen? Im Rahmen der entsprechenden internationalen Ausschreibungen öffnen sich für Sie neue Exportmöglichkeiten:

iXPOS - Öffentliche Aufträge

Das Außenwirtschaftsportal iXPOS des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie informiert in der Rubrik "Abnehmer und Partner finden" - "Öffentliche Aufträge" umfangreich über die wichtigsten öffentlichen Auftraggeber, ihre Vergabepraxis und Formen der internationalen Zusammenarbeit.

Germany Trade & Invest (gtai) - Projekte und Ausschreibungen

Wichtige Informationsquelle ist außerdem die Germany Trade & Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH (gtai). Der Bereich "Außenwirtschaft" in Bonn veröffentlicht täglich aktuelle Ausschreibungshinweise weltweit.

Geschäftschancen bei Weltbank und Vereinten Nationen

Für Planungs-, Beratungs- und Ingenieursbüros sowie Lieferanten von Produkten aus den Bereichen Infrastruktur, Umwelt, Gesundheit oder Bildung eröffnen sich durch die Zusammenarbeit mit der UN und der Weltbank interessante Geschäftschancen.

Auftragsberatungszentrum Bayern (ABZ)

Das Auftragsberatungszentrum Bayern e.V. (ABZ) informiert und berät bayerische Unternehmen und öffentliche Auftraggeber rund um das deutsche und europäische öffentliche Auftragswesen im Liefer- und Dienstleistungsbereich, aber auch internationalen Ausschreibungen.

Importe aus Entwicklungs- und Schwellenländern

Import Promotion Desk

Das Import Promotion Desk (IPD) ist die Plattform zur Importförderung der Bundesrepublik Deutschland.

Das IPD übernimmt eine Scharnierfunktion zwischen den deutschen Importeuren und kleinen und mittleren Akteuren des Außenhandels in ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern.

Das Import Promotion Desk arbeitet nachfrageorientiert und bietet deutschen Importeuren ein maßgeschneidertes Dienstleistungsangebot – exakt abgestimmt auf ihre individuellen Anforderungen. Es unterstützt sie beim Sourcing und eröffnet ihnen neue, lukrative Beschaffungsmärkte in den Partnerländern. Mit nachhaltigen Handelsbeziehungen zu verlässlichen Lieferanten können sie ihren Einkauf optimieren sowie ihre Produktqualität und -vielfalt steigern.