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Neue Ära im europäischen Zahlungsverkehr

Nürnberg (12. Februar 2008) - Bankgeschäfte innerhalb der EU sollen jetzt schneller und einfacher werden - dafür gibt es neue Überweisungsträger.

Nach jahrelangen Vorbereitungen begann Ende Januar 2008 für Unternehmen und Verbraucher in 31 europäischen Ländern - die 27 EU-Staaten sowie Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz - eine neue Ära beim bargeldlosen Bezahlen. Beim Startschuss für den einheitlichen europäischen Zahlungsraum SEPA (Single Euro Payments Area) werden zunächst Überweisungen - egal ob ins Ausland oder innerdeutsch - vereinheitlicht.

Das Formular für die neue Euro-Überweisung liegt bereits bei vielen Banken und Sparkassen aus. Schritt für Schritt sollen in den kommenden Jahren auch die anderen bargeldlosen Zahlungsmittel, wie Bankkarten und Lastschriften, umgestellt werden. Die Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs in Europa kann laut einer Studie bis zum Jahr 2012 für Einsparungen von bis zu 123 Milliarden Euro sorgen. Dafür müssten die europaweiten Regeln allerdings zügig auf nationaler Ebene umgesetzt werden, erklärte die EU-Kommission.

Die für die Verbraucher augenfälligste Veränderung auf dem Überweisungsformular sind die internationalen Bankkontonummern (IBAN) und die internationalen Bankleitzahlen (BIC), die die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen ersetzen. IBAN und BIC können Sie bei Ihrer Bank erfragen.

Verbraucherschützer raten, bei den neuen Zahlen- und Buchstabencodes gut aufzupassen. Bei der SEPA-Überweisung hat nämlich nicht mehr der Name des Empfängers Priorität, sondern die Nummer. Falsche Angaben, etwa durch „Zahlendreher“ gehen damit zu Lasten des Verbrauchers.

Eine Broschüre der Bundesbank als PDF steht über folgenden Link zur Verfügung: http://www.bundesbank.de/download/zahlungsverkehr/sepa_flyer.pdf

(Quelle: http://www.tagesschau.de/)