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Müller: "Europa muss Investitionen in Afrika stärken"

München (22. November 2007) - Die Stärkung von Wachstum und Investitionen in Afrika hat heute Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller gefordert.

„Europa hat ein starkes Interesse an einem wirtschaftlich prosperierenden und politisch stabilen Afrika“, sagte Müller heute als Schirmherrin einer Veranstaltung des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums in München. Müller bekräftigte dabei die Unterstützung Bayerns für die G8-Gipfelerklärung in Heiligendamm vom 8. Juni 2007. Sie sieht vor, Wachstum und Investitionen in Afrika zu stärken sowie Initiativen zu unterstützen, die auf eine Verbesserung des Investitionsklimas in Afrika abzielen.

Müller: „Bayern leistet seinen Beitrag zur besseren wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas. So haben wir Ende Februar 2007 die neue bayerische Repräsentanz in Südafrika in Johannesburg eröffnet, die mittelständische bayerische Unternehmen bei ihrem Engagement im südlichen Afrika unterstützt. Vom Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit profitieren sowohl unsere Firmen als auch die Länder Afrikas.“ Darüber hinaus fanden allein 2006 und 2007 fünf bayerische Delegations- und Unternehmerreisen nach Algerien, Libyen, Südafrika, Tunesien und Angola statt, die der Intensivierung des Handels dienten.

„Auch im Rahmen der wirtschaftlichen und technischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Bayern Afrika nachhaltig. So wurden allein mit unseren beiden südafrikanischen Partnerprovinzen Gauteng und Westkap in den letzten Jahren zahlreiche Fortbildungsseminare in vielen Bereichen wie etwa Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft, Luftreinhaltung und Lärmschutz, Lebensmitteltechnologie oder Erneuerbare Energien durchgeführt“, so Müller. Vergleichbare Seminare wurden auch für Ghana, Nigeria und Ägypten veranstaltet.

„Afrika bietet ein großes wirtschaftliches Potential. Derzeit weist Afrika angetrieben von der Verbesserung im staatlichen Handeln, der verstärkten Rohstoffnachfrage und dem günstigen weltweiten Wirtschaftsklima ein Wachstum von fast 6 Prozent auf. Wir werden die weitere wirtschaftliche Entwicklung auch in Zukunft unterstützen“, bekräftige Wirtschaftsministerin Müller.

Der Anteil Afrikas am bayerischen Außenhandel betrug 2006 2,6 Prozent und lag mit rund 6,7 Mrd. € über dem Handelsvolumen mit Lateinamerika (rd. 3,8 Mrd. €; Anteil 1,5 Prozent). Allerdings ist das Handelsvolumen mit der Region südlich der Sahara immer noch vergleichsweise niedrig, wobei hier Südafrika mit einem Handelsvolumen von 1,9 Mrd. € 2006 Haupthandelspartner war.
Nähere Informationen zur heutigen Veranstaltung des Afrika-Kreises Bayern finden sich im Internet unter http://www.afrikaverein.de/de/index.php.