Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Kroatien investiert in großem Umfang in die öffentliche Wasserversorgung

Nürnberg (08. Augsut 2007) - Die Pläne bieten vielfältige Geschäftschancen, besonders für Unternehmen mit Erfahrung im Bereich EU-geförderter Projekte.

Eine im Mai vorgelegte Strategie der staatlichen Gesellschaft für Wasserwirtschaft sieht umfangreiche Investitionen in Wasserversorgung und Hochwasserschutz vor.

Bis 2023 will Kroatien etwa 10 Mrd. Kuna (HRK; fast 1,4 Mrd. Euro) in die Modernisierung und den Ausbau seines öffentlichen Wasserversorgungsnetzes investieren. Weitere 2,9 Mrd. HRK sind für Investitionen in den Hochwasserschutz geplant. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Regulierung und zum Schutz von Gewässern in Höhe von 915 Mio. HRK veranschlagt. Dies alles sieht der im Mai veröffentlichte Entwurf der staatlichen Gesellschaft für Wasserwirtschaft (Hrvatske vode) vor. Die rechtlichen Grundlagen für diesen Entwurf sollen 2008 erlassen werden.

Neben der öffentlichen Hand investieren derzeit auch Privathaushalte in die Wasserversorgung. Knapp zwei Drittel des verarbeitenden Gewerbes im Land beziehen ihr Wasser nicht aus dem öffentlichen Netz, sondern aus eigenen Quellen. Besonders hoch ist dieser Anteil in der Chemiebranche, bei Maschinen- und Anlagebauern sowie in der Papier- und Zelluloseindustrie.

Die kroatische Wasserversorgung liegt derzeit noch weit hinter dem europäischen Durchschnitt zurück. So sind derzeit nur 76 Prozent der Bevölkerung an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen. Bis 2020 soll eine Versorgungsquote von 85-90 Prozent erreicht werden. Ein weiteres Problem der kroatischen Wasserversorgung sind die Leitungsverluste, die im Jahr 2006 etwa 201 Mio. cbm ausmachten, was höher ist als die Gesamtversorgung der Haushalte (182 Mio. cbm).

Vom 11. bis zum 16. September findet in Zagreb im Rahmen der „Internationalen Herbstmesse“ zum dritten Mal die Umweltmesse „Emat“ statt. Auf der letzten Messe im Jahr 2005 waren auf einer Fläche von 8.500 qm 172 Aussteller vertreten.

Da Kroatien als EU-Beitrittskandidat für die geplanten Investitionen auf umfangreiche EU-Hilfen hofft, können Bewerber um Projekte im Vorteil sein, die bereits Erfahrungen mit EU-geförderten Projekten in anderen Beitrittsländern gesammelt haben.

Die aktuelle Strategie für das Wassermanagement kann als Zusammenfassung in englischer Sprache unter www.voda.hr heruntergeladen werden. Die Hälfte der Investitionen bei der Wasserversorgung entfällt laut Plan auf Hrvatske vode, die übrigen 50 Prozent auf andere kommunale oder staatliche Träger.

Kontakt:

Hrvatske vode (staatliche Gesellschaft für Wasserwirtschaft)

Telefon: 00385 1 630 73 33, Email voda@voda.hr, Internet www.voda.hr

Ministerium für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft

Telefon: 00385 1 360 73 33, Email: duv@voda.hr

Zagreber Messe GmbH

Telefon: 00385 1 650 31 11, Email: zagvel@zv.hr