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Gesetzliche Mindestlöhne - große Unterschiede im internationalen Vergleich

Nürnberg (16. Juli 2007) - Eine vergleichende Untersuchung der gesetzlichen Mindestlöhne in den Ländern der EU sowie der Türkei und den USA weist mit einer Spanne von 1:17 deutliche Unterschiede auf.

So liegt der gesetzliche Mindestlohn in Bulgarien bei umgerechnet 92 Euro und damit am niedrigsten im Europa-Vergleich. Luxemburg steht mit 1.570 Euro an der Spitze in Sachen Mindestlöhne. Im Beitrittskandidatenland Türkei sowie in 20 der 27 Mitgliedstaaten der EU (Belgien, Bulgarien, Spanien, Estland, Irland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und das Vereinigten Königreich) existiert ein Mindestlohn, in den übrigen Mitgliedsländern sind keine Mindestlöhne gesetzlich verankert.


Gesetzliche Mindestlöhne im Januar 2007

Ausgewählte Länder Euro Anteil der Arbeitnehmer, die den
Mindestlohn beziehen (in %) 2005
Bulgarien 92 16,0
Lettland 172 12,0
Polen 246 2,9
Ungarn 258 8,0
Tschechische Republik 288 2,0
Portugal 470 4,7
Spanien 666 0,8
USA 676 1,3
Frankreich 1.254 16,8
Niederlande 1.301 2,2
Großbritannien 1.361 1,8
Luxemburg 1.570 11,0


Im Vergleich der Kaufkraftstandards, also unter Ausschaltung der Verzerrungen durch Preisunterschiede in den einzelnen Ländern, ist die Spanne zwischen den Mindestlöhnen mit nur mehr 1:7 deutlich niedriger. So ergibt sich beispielsweise in Bulgarien unter Einbeziehen der bulgarischen Preisstandards ein fiktiver Mindestlohn von 204 Euro. Ähnlich ist die Situation in anderen Staaten mit geringen Mindestlöhnen.