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Die spanische Gesundheitsbranche importiert deutsche Medizintechnik

Nürnberg (10. Oktober 2007) - Die Zahl der Importe auf dem spanischen Medizintechnikmarkt stieg bis 2006 auf 3,32 Mrd. Euro. Das wichtigste Importland ist Deutschland.

Aufgrund des steigenden Bedarfs in Seniorenwohnheimen und durch privat finanzierte Gesundheitsleistungen dürfte diese positive Entwicklung auch in den nächsten Jahren anhalten.

Mit einem Umsatz von 5,5 Mrd. Euro macht der spanische Medizintechnikmarkt laut dem europäischen Dachverband EUCOMED etwa ein Zehntel des Gesamtumsatzes der Branche in der europäischen Union aus. Von 2004 stiegen sowohl die Exporte als auch die Importe Spaniens deutlich an. Die Importe von medizinischen Geräten und Instrumenten nahmen um 30 Prozenten zu und übertrafen damit die Exporte. Deutsche Einfuhren machten dabei circa 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Bei den führenden Produktgruppen der orthopädischen und medizinischen Apparate legten deutsche Einfuhren mit 35,7 Prozent und 42,7 Prozent stärker zu als das Gesamtwachstum.

Auf dem spanischen Markt befinden sich private Anbieter von Gesundheitsleistungen auf dem Vormarsch. Die Zahl der Privatversicherten stieg in den letzten Jahren deutlich an. Diese Versicherungen enthalten oft auch Zusatzleistungen wie plastische Chirurgie oder Akupunktur. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums befinden sich fast die Hälfte aller Kliniken landesweit in privater Hand. Sie versuchen, sich mit Hilfe von modernster Ausstattung und ausgeprägter Dienstleistungsorientierung von den öffentlichen Krankenhäusern abzuheben. Dem öffentlichen Kliniknetz wurden 2006 zwar überdurchschnittliche Noten ausgestellt, allerdings bemängelten viele Patienten die oft langen Wartezeiten. Seit 1997 existieren daher auch „Public Private Partnership“ - Projekte um den Bau von Krankenhäusern weiter voranzutreiben.

Da mehr als 7 Millionen Spanier im Alter von 65 und mehr Jahren sind, ist zudem in den nächsten Jahren der Bau von 720 neuen Seniorenheimen geplant. Dabei dominieren Großprojekte für jeweils mehr als 100 Bewohner. Regionale Schwerpunkte liegen vor allem in Andalusien, Kastilien und Galizien. Die Zahl der Seniorenheime sollte sich demnach um ein Siebtel erhöhen.

Vom 29. November bis 1. Dezember findet in Valencia die „Orprotec 2007“ statt, eine internationale Messe für Orthopädie und technische Hilfen für Behinderte und ältere Menschen. Sie ist untergliedert in die Sparten Technische Orthopädie, Rehabilitation, Diagnosetechnik, Podologie, Sportorthopädie, Technische Hilfen sowie Nutzerverbände. Weitere Informationen zur Messe sind bei Messe Feria de Valencia erhältlich.

Kontakt: Messe Feria de Valencia, Tel.: 0034/9 63 86 11 00, E-Mail: feriavalencia@feriavalencia.com, Homepage: www.feriavalencia.com  Generelle Informationen zur Gesundheitsbranche in Spanien erteilt der Spanische Verband der Hersteller für Medizintechnikprodukte (FENIN). Kontakt: FENIN – Federación Espanola de empresas de Tecnologie Sanitaria, Tel.: 0034/ 951 75 98 00, E-Mail: fenin@fenin.es, Homepage: www.fenin.es