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Die Bauwirtschaft in Tschechien wächst konstant

Nürnberg (20. Juni 2007) - Im Jahr 2006 wuchs Tschechiens Bauwirtschaft um 6,6 Prozent. Der Umfang belief sich auf 16,3 Mrd. Euro.

Auch in diesem Jahr profitiert die Branche von einer steigenden Nachfrage nach Wohnungen und von neuen EU-Mittelzuflüssen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur. Für bayerische Handwerker ergeben sich Chancen insbesondere aus dem Mangel an qualifizierten Handwerkern.

Nach einem Wachstum von 6,6 Prozent im Jahr 2006 startete Tschechiens Baubranche auch erfolgreich in das Jahr 2007. Die Produktion der Branche im Januar und Februar diesen Jahres lag um über 30 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, was unter anderem auf den milden Winter zurückzuführen ist, der teilweise durchgehende Bauaktivitäten erlaubte.

Gründe für die Ausweitung des Bauvolumens liegen unter anderem in der Attraktivität Tschechiens für Immobilieninvestoren. Nicht nur in Prag, sondern auch in regionalen Metropolen wie Pilsen, Brünn oder Ostrava werden zahlreiche moderne Büro-, Geschäfts- und Wohnungsprojekte geplant. Das Wohnungsbau-fieber hat sich im Jahr 2007 noch einmal verstärkt, bevor ab 2008 die geplante Mehrwertsteuererhöhung den Wohnungsbau dann verteuern wird.

Impulse für den Bau kommen auch durch die neuen EU-Gelder in der Haushaltsperiode 2007-2013. Beinahe 5,8 Mrd. Euro sind für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur geplant, Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur sollen mit rund 2 Mrd. Euro bezuschusst werden. 

Ebenfalls einen Anschub liefert der Bereich Neubau und Modernisierung. So lassen immer höhere Energiepreise die Nachfrage nach Isolierungen steigen. Ein neues Energiegesetz, das ab 2009 die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und ihren Ausstattungen erhöht, weckt das Interesse an entsprechenden Technologien und den in Tschechien noch raren Niedrigenergiehäusern. Für 2007 wird ein Branchenwachstum von 5 bis 6 Prozent erwartet. Zu beobachten ist dabei, dass Bauaufträge und Baugenehmigungen von der Zahl her zwar abnehmen, im Wert aber steigen. Mehr als zwei Drittel der Aufträge stammen dabei von der öffentlichen Hand. Ein Wachstumshemmnis sieht der Präsident des Verbandes der Unternehmer der Bauindustrie, Vaclav Matyas, im sich verschärfenden Mangel an qualifizierten Handwerkern.

Für die kommenden Jahre wird mit einem weiterhin stabilen Wachstum der Branche gerechnet. Besonders der Bau moderner Verkehrsnetze, Versorgungssysteme, Gewerbebauten und Wohngebäude wird ansteigen. Potential bietet auch die Reparatur von Gebäuden und Infrastruktur aus sozialistischer Zeit, so sind für die Renovierung von rund 2.000 Brücken fast 900 Mio. Euro veranschlagt. Viele Plattenbau-Wohnanlagen sollen in ihrer Bausubstanz ebenfalls modernisiert werden. Pro Jahr stehen hierfür bis 2013 rund 27 Mio. Euro aus den EU-Strukturfonds zur Verfügung.

Im April 2008 wird im tschechischen Brünn erneut die Internationale Baumesse (IBF) stattfinden. Bayerischen Handwerkern, die sich für einen Messeauftritt dort interessieren, bietet Bayern Handwerk International eine Firmengemeinschaftsbeteiligung an. Interessenten wenden sich bitte an Frau Edith Böhm unter

Telefon: 0911 586 856 – 30 oder E-Mail: e.boehm@bh-international.de.Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.bh-international.de.

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