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Braun: Deutscher Mittelstand muss Chancen in Lateinamerika nutzen!

Berlin (24. Mai 2007) - Deutsche Mittelständler sollen sich stärker in Lateinamerika engagieren.

Das riet der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages
(DIHK) Ludwig Georg Braun seinen Unternehmerkollegen anlässlich der 10.
Lateinamerika-Konferenz letzte Woche in Essen. Braun, der zugleich Vorsitzender der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) ist, betonte: 'Der Zeitpunkt für ein stärkeres Engagement der deutschen Wirtschaft in der Region war noch nie so günstig – und das nicht nur für die überwiegend
großen Unternehmen, die schon lange vor Ort sind.'

Gefragt seien jetzt vor allem modernste Technologien. Das eröffne gerade dem innovationsfreudigen deutschen Mittelstand besonders gute Möglichkeiten, in diese Märkte einzusteigen. Braun: 'Ich möchte deshalb auch gerade kleinere und mittlere Unternehmen ermutigen, den Schritt nach Südamerika jetzt zu wagen.'
So erforderten zunehmend strengere Gesetze in den Ländern und der Wunsch
internationalen Standards zu genügen, Automatisierungstechniken, die
deutsche Firmen anbieten könnten. Die eingeläutete Energiewende eröffne
zudem Unternehmen aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien sowie der
Energieeffizienz – also Feldern auf denen die deutsche Wirtschaft
besonders stark sei – ausgezeichnete Geschäftsmöglichkeiten. Kleinen
Unternehmen, denen es an Auslandserfahrungen fehle, böten die
Auslandshandelskammern (AHKs) gerade in diesem Segment jetzt Unterstützung
bei der Erschließung lateinamerikanischer Märkte.


Die lateinamerikanischen Staaten forderte Braun auf, die Gunst der Stunde
für einen strategischen Strukturwandel zu nutzen. Wirtschaftswachstum über
5 Prozent, Leistungsbilanz seit 4 Jahren positiv, Terms of Trade enorm verbessert – die wirtschaftliche Lage sei so gut wie seit Jahren nicht mehr, betonte der DIHK-Präsident. Und weiter: 'Das alles sind gute Voraussetzungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und Stabilisierung der
Region.' Die positive Situation der Staatskassen müsse genutzt werden.
Dringend notwendig seien Arbeitsmarkt-, Steuer- und Justizreformen sowie
der Umbau der sozialen Sicherungs- und Gesundheitssysteme.