Zollabwicklung: Neuformulierung der Langzeit-Lieferantenerklärung geplant

Zollabwicklung: Neuformulierung der Langzeit-Lieferantenerklärung geplant

Langzeit-Lieferantenerklärungen werden überarbeitet


Regensburg (19.05.2017) - Derzeit wird die Regelung für Langzeit-Lieferantenerklärungen seitens der EU-Kommission überarbeitet, ‎Durchführungsverordnung zum UZK.

 
Die neue Regelung sieht nunmehr drei Datumsangaben vor: Zeitpunkt der Ausfertigung, Beginn des Gültigkeitszeitraums, Ende des Gültigkeitszeitraums.

Gültigkeitszeitraum von 24 Monaten


Eine rückwirkende Ausstellung bleibt für einen Zeitraum zulässig, der maximal 12 Monate vor dem Datum der Ausfertigung beginnt. Bei einer Ausfertigung für die Zukunft darf der Beginn des Gültigkeitszeitraumes maximal 6 Monate nach dem Ausfertigungsdatum liegen. Eine Kombination von zurückliegendem Zeitraum und zukünftigen Zeitraum in einer LLE wird möglich. In jedem Fall ist ein maximaler Gültigkeitszeitraum von 24 Monaten einzuhalten.
Mit der neuen Formulierung werden die ehemals häufigsten Praxisfälle bei der Ausfertigung von Langzeit-Lieferantenerklärungen (LLE) wieder zulässig: die unterjährige Abdeckung von Lieferungen für einen zurückliegenden und einen zukünftigen Zeitraum in einer einzigen LLE und die Ausfertigung einer LLE am Ende eines Jahres für das folgende Kalenderjahr.

Einzel-Lieferantenerklärungen

Die Ausstellung von Langzeit-Lieferantenerklärungen für weiter als 12 Monate in der Vergangenheit liegende Zeiträume bleibt dagegen weiterhin nicht möglich. Hier müssen Unternehmen ggfs. auf Einzel-Lieferantenerklärungen zurückgreifen.
Rechtliche Wirkung entfaltet die neue Verordnung erst nach der förmlichen Veröffentlichung im Amtsblatt der EU. Nach Informationen des DIHK strebt die Kommission die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt für Mai 2017 an.

Quelle: Newsletter International IHK Regensburg