Brexit-Votum zeigt negative Auswirkungen auf Außenhandel

Brexit-Votum zeigt negative Auswirkungen auf Außenhandel

London (15.02.2017) Ein aktuelles Strategiepapier des DIHK zum Brexit attestiert dem Brexit-Votum erste negative Auswirkungen auf den Außenhandel. So haben sich laut DIHK die Einfuhren in das Vereinigte Königreich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent verringert. Ein direkter Vergleich der Einfuhren der Monate September und Oktober mit denen des Vorjahres ergibt sogar einen Rückgang um 10 Prozent.

Zurückgeführt wird der Trend einer geringeren Nachfrage nach deutschen Gütern unter anderem auf die Abwertung des britischen Pfunds, welche ausländische Produkte verteuert. Als weitere Ursache wird die Investitionszurückhaltung der britischen Industrie in Folge der allgemeinen Unsicherheit angesehen. Deutsche Exportprodukte sind im Segment langfristiger Investitionsgüter traditionell stark vertreten.

DIHK nimmt Brexit sehr ernst

Der DIHK hat am 11.01.2017 gemeinsam mit der British Chamber of Commerce eine Podiumsdiskussion zu den Auswirkungen des Brexit auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich in Brüssel veranstaltet. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier stellte klar, dass die deutsche Wirtschaft das Brexit-Votum sehr ernst nimmt. Vertreter der Wirtschaft hoben das Problem der Unsicherheit, die mit dem Brexit-Votum einhergeht hervor. Diese sei Gift für langfristige Unternehmensentscheidungen und könne somit die Investitionstätigkeit zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen. Alle Diskussionsteilnehmer kamen zu dem Fazit, dass es eines durchdachten Brexit unter möglichst verlässlichen Rahmenbedingungen bedarf, um die guten wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder nicht zu gefährden.
 
Ausführliche Informationen inklusive das englischsprachigen Brexit Policy Paper des DIHK, finden Sie auf der Internetpräsenz des DIHK.
Unter Anhang finden Sie die Ausgaben 1/2017 + 2/2017 der DIHK-Publikation "Bericht aus Brüssel" mit Brexit-Meldungen.