Statistik: So viel Falschware will über die EU-Grenzen

Statistik: So viel Falschware will über die EU-Grenzen

Brüssel (20.01.2016) - Gefälschte Waren im Wert von mehr als 617 Millionen Euro ‎wurden innerhalb der EU wurden im Jahr 2014 abgefangen.

Nach der von den EU-Zollbehörden veröffentlichten „EU-Grenzbeschlagnahme-Statistik für 2014“ handelt es sich bei einem Drittel davon um Zigaretten. Weitere häufig gefälschte ‎Artikel waren Spielzeug, Arzneimittel, Körperpflegemittel und elektrische Haushaltsgeräte. „Mehr und mehr gefälschte Waren werden über das Internet bestellt und per Postpäckchen geliefert“, schreibt die Europäische Kommission in der Veröffentlichung.

Das wichtigste Ursprungsland gefälschter Waren ist, wie auch schon in den Jahren davor, China. Von dort kommen 80 Prozent der ‎gefälschten Produkte. Weitere 10 Prozent kommen aus Hongkong. In fast 100 Prozent der Fälle wird die Ware vernichtet und es werden Gerichtsverfahren ‎eingeleitet. ‎

Der Bericht der Kommission über Zollmaßnahmen zur Durchsetzung der Rechte ‎des geistigen Eigentums (seit 2000 jährlich veröffentlicht) stützt sich auf Daten, die der ‎Kommission von den Zollverwaltungen der 28 Mitgliedstaaten übermittelt werden.‎ Seit dem 1. Januar 2015 gelten in der EU neue Zollvorschriften zum Schutz des geistigen Eigentums. Sie vereinfachen unter anderem das Verfahren für die Vernichtung von Waren, bei denen eine Verletzung geistigen Eigentums vermutet wird.

(Quelle: Europäische Kommission, Bayern Handwerk International)