Spaniens Importe aus Deutschland wachsen 2015 erneut über­durch­schnittlich

Spaniens Importe aus Deutschland wachsen 2015 erneut über­durch­schnittlich

Bonn (15.03.2016) - Das zweite, kräftige Wachstumsjahr nach langer Rezession hat die spanischen Einfuhren nach Angaben von Germany Trade & Invest (gtai) weiter befördert. Deutsche Unternehmen konnten ihren Lieferanteil 2015 um fast einen Prozentpunkt auf 13% ausbauen.

Dass Ausrüstungs- und langlebige Konsumgüter, besonders Pkw, gefragt waren, kam deutschen Anbietern entgegen. Spaniens Wirtschaftsdynamik soll Prognosen zufolge 2016 nicht mehr über 3% liegen, aber robust bleiben und sich auf Bruttoanlageinvestitionen und den privaten Verbrauch stützen.

Deutschland ist seit 2003 Spaniens wichtigstes Bezugsland. Es lieferte 2015 nach vorläufigen Angaben des spanischen Wirtschaftsministeriums Waren im Wert von fast 36 Mrd. Euro. Das lag nominal um 11% über dem Wert von 2014 und deutlich über dem Durchschnitt (3,7%). Unter den ersten zehn spanischen Handelspartnern auf der Einfuhrseite wiesen die USA mit 23,7 und die VR China mit 18,5% eine noch kräftigere Dynamik auf; es folgte das Vereinigte Königreich mit 12,1%. In den wichtigsten Produktgruppen - Kfz-Teile, Pkw, Maschinen und Anlagen, chemische Erzeugnisse und Vorerzeugnisse - steht Deutschland an der Spitze. Insgesamt bezog Spanien 2015 Waren im Wert von 274,4 Mrd. Euro aus dem Ausland. Zum Vergleich: Auf dem konjunkturellen Höhepunkt im Jahr 2007 vor Ausbruch der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise, importierte das iberische Land Waren im Wert von 285,0 Mrd. Euro, davon 43,6 Mrd. Euro aus Deutschland.

Quelle: Ixpos, gtai