Neufassung der Energieeffizienzkennzeichnungsrichtlinie geplant

Neufassung der Energieeffizienzkennzeichnungsrichtlinie geplant

Nürnberg (24.03.2016) - Die EU Kommission hat im Jahre 2015 einen Vorschlag zur Änderung der Energieeffizienzkennzeichnungsrichtlinie 2010/30/EU veröffentlicht, zu dem nun die Stellungnahme des europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA) vorliegt.

Im Wesentlichen befürwortet der Ausschuss die Änderungen. Die Kommission ist mit der gegenwärtigen Ausgestaltung des Energieetiketts unzufrieden. Die bestehenden Etiketten sind durch die Skalierungen in A+ bis A+++ für den Verbraucher verwirrend. Unterschiede in der Energieeffizienz sind nicht mehr deutlich nachvollziehbar. Dadurch kann der Verbraucher abgehalten werden, sich für Produkte mit höherer Energieeffizienz zu entscheiden.

So wird es eine Rückkehr zur ursprünglichen Energieetikett -Skala von A bis G geben. Die Klassen A und B sollen bei der Neuskalierung vorerst noch nicht belegt werden. Dies soll verhindern, dass die höchsten Klassen zu schnell ausgeschöpft werden. Es hat sich gezeigt, dass in einigen Produktkategorien nahezu alle Produkte in den Effizienzklassen A und B liegen.

Zur besseren Kenntlichmachung der Energieeffizienz soll eine Farbskala von Dunkelgrün bis Rot auf den Etiketten eingeführt werden. Der WSA empfiehlt darüber hinaus, die Etiketten – im Hinblick auf den ökologischen Fußabdruck eines Produktes – mit weiteren Daten, zum Beispiel zur "Mindestlebensdauer" und zum "Energieverbrauch während der Produktlebensdauer" zu versehen. Die Neufassung soll Anfang 2017 als Verordnung veröffentlicht werden, um eine einheitliche Umsetzung der Rechtsvorschrift in der gesamten Europäischen Union sicherzustellen.

Quelle: CE-News TÜV Rheinland Consulting GmbH