Megatrends im Welthandel

Megatrends im Welthandel

München (03.02.2016) - Die Unternehmen des Freistaats sind auf den Weltmärkten so erfolgreich wie. Mit einer Exportquote von 55,5 Prozent zählen die Oberpfalz und der Landkreis Kelheim auch zu den bundesweiten Spitzenreitern im Export (Exportquote Bund: 38 Prozent).

Aktuelle Entwicklung

In immer dynamischer werdenden Märkten ist diese Entwicklung beachtlich. 2015 spürten die Unternehmen die Verlängerung der Russland-Sanktionen ebenso wie Chinas Yuan-Abwertung. Es gab aber auch Lichtblicke, wie die Annährung mit dem Iran und das Freihandelsabkommen mit Kanada.
Um Unternehmen bei der Bewertung der Märkte zu unterstützen, haben die bayerischen IHKs in Zusammenarbeit mit dem ifo Institut München die zu erwartenden Megatrends im Welthandel analysiert und die wesentlichen Chancen und Herausforderungen für die bayerische Wirtschaft herausgearbeitet.

Exportmärkte der Zukunft

Das Wachstum der Zukunft wird außerhalb Europas stattfinden. Vor allem die Länder China, Indien, USA, Russland und Japan werden bis 2050 zum globalen Wachstum der Nachfrage beitragen. Unter den EU-Staaten stellt Großbritannien das vermutlich dynamischste Land dar, gefolgt von Polen und Frankreich. Für bayerische Unternehmen bleiben die Märkte Österreich und Tschechien aufgrund der geografischen Nähe und der damit im Vergleich niedrigen Handelskosten auch weiterhin bedeutende Märkte.

Beschaffungsmärkte der Zukunft

Die Länder mit starkem Wirtschaftswachstum werden sowohl für die bayerischen Exporte als auch für die Importe die Märkte der Zukunft darstellen. Als wichtigste Rohstofflieferanten empfehlen sich Russland, Brasilien (Landwirtschaft) und Kasachstan (Gas). Als geographisch nahe Produktionsschandorte mit niedrigen Lohnkosten stechen die Ukraine und Weißrussland hervor.

Exportsektoren der Zukunft

Die unterschiedlichen Sektoren der bayerischen Exportwirtschaft profitieren vom Wachstum im Ausland auf ganz unterschiedliche Weise: So ist für den wichtigen Fahrzeugbereich die Marktgröße im Ausland (BIP) ausschlaggebend, während der Maschinenbau auch von Bevölkerungswachstum (bei gegebenem BIP) profitiert. Die meisten Sektoren, allen voran der Bereich Pharma, aber auch Wirtschaftszweige, in denen Bayern in den letzten Dekaden Marktanteile verloren hat, steigern ihre Exporte wenn – bei gegebenem BIP – das Prokopfeinkommen im Ausland steigt.

Weltwährungssystem der Zukunft

In Zukunft ist mit höherer Volatilität auf den internationalen Währungsmärkten zu rechnen. Außerdem wird der Euro auf absehbare Zeit seine Rolle als internationales Transaktionsmedium nicht wesentlich ausbauen können.
 
Quelle: Newsletter International IHK Regensburg Oberpfalz/Kelheim, Bayern International