Materialien für Innenausbau in Polen gefragt

Materialien für Innenausbau in Polen gefragt

Warschau (22.01.2016) Die wieder zunehmende Errichtung von Wohnhäusern und anderen Gebäuden in Polen eröffnet Anbietern von Materialien zum Innenausbau neue Absatzchancen. Die Importe solcher Produkte weisen einen steigenden Trend auf. Führende polnische Produzenten von Bauchemie und Stahlprofilen erwarten 2016 weitere Zuwächse.

Die dynamische Bautätigkeit führt in Polen zu einer wachsenden Nachfrage nach Baumaterialien, darunter Keramikfliesen. Von dieser Entwicklung können auch deutsche Anbieter profitieren. In den ersten elf Monaten 2015 erhöhte sich der Umsatz der Bauwirtschaft laut Statistischem Hauptamt real um 3,3% auf einen Wert von rund 17,8 Mrd. Euro. Im Gebäudebau nahmen die Umsätze um 1,1% zu. Im Jahr 2014 hatte der Zuwachs insgesamt 3,6% betragen; der Umsatz im Gebäudebau war aber um 4,0% gesunken.

Der 2015 eingetretene Wachstumstrend dürfte auch 2016 anhalten. In den ersten elf Monaten 2015 wurden 171.400 Wohnungsbauprojekte registriert beziehungsweise erhielten eine Baugenehmigung. Das waren 18,7% mehr als von Januar bis November 2014. In dieser Zeitspanne wurde zudem mit dem Bau von 156.000 Wohneinheiten begonnen (+11,8%).

Angesichts dieser Entwicklung vergrößern inländische Produzenten ihr Angebot an Baumaterialien.

Der Hersteller von Keramikfliesen, Grupa Tubadzin, plant den Bau einer Fabrik in der ab Oktober über 100 Personen jährlich rund 3 Mio. qm Keramikplatten herstellen. Polen exportiert in starkem Maße vor allem glasierte keramische Fliesen, Boden- und Wandplatten sowie Mosaiksteinchen. Gut ein Viertel der Lieferungen ging demnach nach Deutschland (25,9%), gefolgt von der Slowakei (21,3%), der Tschechischen Republik (14,8%), der Ukraine (12,8%) und anderen. Deutschland wurde zudem zum wichtigsten Abnehmerland unglasierter Produkte.

Auch Hersteller anderer Baumaterialien freuen sich über eine steigende Nachfrage nach ihren Produkten, einen Trend, der auch 2016 angesichts des regen Wohnungsbaus anhalten soll. Der größte inländische Hersteller von kaltgezogenen Stahlprofilen, in die vor allem Gipskarton-Bauplatten für den Innenausbau eingefasst werden, verzeichnet seit Anfang 2015 monatlich zweistellige Zuwächse.

(Quelle: HWK München)