Leitfaden zur nachhaltigen Entwicklung

Leitfaden zur nachhaltigen Entwicklung

Berlin (14.03.2016) - Am Freitag hat die OECD und FAO ihren Leitfaden mit dem Titel "OECD-FAO Guidance for Responsible Agricultural Supply Chains" veröffentlicht. Dieser Leitfaden soll multinational tätigen Unternehmen helfen, zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen und negative Auswirkungen ihrer Tätigkeit zu vermeiden.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel: "Die deutsche Wirtschaft profitiert vom internationalen Austausch. Wichtig ist dabei, dass Unternehmen mit hohen Standards arbeiten und diese auch in der globalen Zulieferkette einhalten. Wir wollen Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte oder die Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Darum ist der heute veröffentlichte Leitfaden ein weiterer wichtiger Baustein bei der Gestaltung der Globalisierung."

Der Leitfaden der OECD und der FAO (Food and Agriculture Organisation of the UN) wurde gemeinsam mit einer Multi-Stakeholder Beratergruppe erarbeitet. Er soll Unternehmen dabei helfen, ihre Unternehmensverantwortung wahrzunehmen und bestehende internationale Standards für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln entlang der landwirtschaftlichen Lieferketten mit der gebotenen Sorgfalt einzuhalten. Eine verantwortungsbewusste Geschäftstätigkeit kann für die Unternehmen Reputationsrisiken sowie operativen und finanziellen Risiken senken.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt: "Es ist heute für die Unternehmen unabdingbar, Verantwortung für die Zulieferkette zu übernehmen. Die Ernährungsindustrie trägt als Abnehmer für die Art der Gewinnung von Rohstoffen und Produktionsbedingungen hohe Verantwortung. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigen Unterstützung dabei, ihre Verantwortung zu übernehmen und die negativen Auswirkungen zu vermeiden. Der Leitfaden unterstützt die weiteren Aktivitäten des BMEL im Bereich nachhaltiger Rohstoffe, wie beispielsweise das Forum nachhaltiger Kakao oder Forum nachhaltiges Palmöl."

International tätige verantwortungsbewusste Unternehmen schaffen auch in Drittländern Arbeitsplätze, erhöhen die Arbeitsstandards sowie die Produktionsqualität, steigern durch neue Technologien die landwirtschaftliche Produktion und vermeiden oder reduzieren Umweltverschmutzungen. Ferner können Unternehmen zur Ernährungssicherheit beitragen, indem sie vermeiden, dass die lokale Bevölkerung von ihrem Land vertrieben wird. Außerdem können verantwortungsbewusste Unternehmen Kinderarbeit und dem Missbrauch von Wanderarbeitern und Frauen entgegenwirken sowie dazu beitragen Bodendegradation, Wasserverknappung und Abholzung zu verhindern.

Quelle. BMWi