IHK-Unternehmerreise in den Iran

IHK-Unternehmerreise in den Iran

Teheran (12.01.2016) Die IHK bietet Mitgliedern eine Unternehmerreise vom 23. bis 29. April 2016 in den Iran an. Die Reise führt unter anderem in die Millionenmetropolen Teheran und Isfahan. Neben Unternehmensbesuchen, einem Rundgang auf der Messe Project Iran, sind das Herzstück der Reise zwei Unternehmens-Kooperationsbörsen. Teilnehmer der Reise treffen auf „maßgeschneiderte“ Kontakte im Iran.

Weiteres Ziel der Reise ist es, dass sich die Teilnehmer der Reise auch selbst gut ein Bild von der wirtschaftlichen Situation im Iran machen können. 

Noch 2005 zählte die islamische Republik Iran Laut Goldman Sachs zu den sogenannten „Next 11“. Damit sind vielversprechende junge Volkswirtschaften der Welt gemeint. Dann folgten lange Jahre eines politischen- wie auch wirtschaftlichen Rückschritts. Aufgrund zahlreicher Embargos des Westens gegen den Iran ist der Handel mit Deutschland stark eingeschränkt. Laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verkauften Deutsche Unternehmen im Jahre 2014 Waren im Wert von 2, 4 Milliarden Euro in die islamische Republik. Vor den Sanktionen waren es noch zwei Milliarden Euro mehr. Nur noch rund 80 deutsche Firmen haben im Iran noch eine offizielle Niederlassung. 80 Millionen neue Kunden Eine der ältesten Kulturnationen besitzt eine der jüngsten Bevölkerungen.

Neue Ausrichtung der Wirtschaft

Fünf Prozent der Iraner sind über 65 Jahre alt, aber 53 Prozent unter 30. Im Juli 2015 hat der Iran ein Abkommen unterzeichnet, das zum baldigen Aussetzen der Sanktionen führen wird. Aller Voraussicht nach werden die Sanktionen gegen den Iran bald ein Ende haben. Trotzdem muss man schauen, wie das Abkommen umgesetzt wird und wann die Sanktionen dann tatsächlich aufgehoben werden. In vielen Bereichen hat die iranische Wirtschaft extremen Nachholbedarf. Damit wird beim Fall der Sanktionen für die deutsche Wirtschaft am Persischen Golf ein Markt mit 80 Millionen Einwohnern entstehen. Viele der Iraner sind hochgebildet und mit einem ausgeprägten Bewusstsein für Qualität. iPhone und Porsche Eine Reihe von Länder bestrafte den Iran mit Sanktionen. Dabei kam die industrielle Entwicklung in vielen Bereichen zum Stocken. Da ist es kein Wunder, dass sich die Iraner nach Fortschritt sehnen. Mit dem voraussichtlichen Ende der Eiszeit zwischen dem Westen und dem Iran hofft man in der Islamischen Republik auf einen wirtschaftlichen Aufschwung. Warten auf den Boom - Euphorie, große Chancen vs. starker Wettbewerb Während sich viele europäische Anbieter in den letzten Jahren gezwungen sahen vom Irangeschäft Abstand zu nehmen, traten damit bspw. Anbieter aus China, Russland, Südkorea, der Türkei oder den Vereinigten Arabischen Emiraten auf die Bildfläche des iranischen Marktes. Doch derzeit sieht man im Iran die Chance die Industrie völlig neu auszurichten.

Orientierung an die EU

Gerne will der Iran aber mit Anbietern aus den EU-Ländern zusammen arbeiten. Die internationalen Investoren stehen im Iran bereits Schlange. Das große Wettrennen hat begonnen und internationale Vertreter aus Politik und Wirtschaft reisen derzeit in den Iran. Es wird ausgelotet, was das Atomabkommen von Mitte Juli 2015 bringen könnte. Doch bei all der internationalen Konkurrenz auf dem iranischen Markt dürfte es gut um die Chancen deutscher Anbieter stehen. Insbesondere im Maschinenbau gibt es einige Potenziale. Denn 40 Prozent, so die Schätzung, aller iranischen Technologie und Maschinerie seien schon jetzt direkt oder indirekt mit Deutschland verbunden. Vom Iran nachgefragt werden aber auch neben Maschinen, Medizintechnik, chemische Produkte oder Zulieferungen für den Bereich Automotive. Auch der iranische Infrastrukturbereich oder der Wiederaufbau der Öl- und Gasindustrie wird Chancen für ausländisches Engagement bedingen.

Ölland Iran

Das rohstoffreiche Iran verfügt über ausreichend finanzielle Mittel um dem längst anstehenden Bedürfnis nach Modernisierung gerecht zu werden. Der Iran hat nicht nur die viertgrößten Ölvorräte der Welt, sondern auch die größten Gasvorkommen. Bis 2017 soll wohl die tägliche Produktion von jetzt 700 Millionen Kubikmetern auf 1,1 Milliarden Kubikmeter gesteigert werden. Nicht zuletzt versprechen die Bereiche Pharma, Tourismus, erneuerbare Energien oder energieeffizientes Bauen starke Nachfrage aus dem Iran. Höchste Zeit also, alte Kontakte mit dem Iran wieder aufleben zu lassen und neue zu knüpfen! Dabei möchte die IHK unterstützen.

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(Quelle: IHK Würzburg-Schweinfurt)