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Grenzkontrollen können die Wirtschaft Milliarden kosten

Grenzkontrollen können die Wirtschaft Milliarden kosten

Brüssel (22.01.2016) Besorgt verfolgt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die aktuelle Debatte um eine Aussetzung des Schengen-Abkommens. Denn Einschränkungen der ungehinderten Mobilität über Staatsgrenzen hinweg träfen – nicht nur – die Betriebe empfindlich.

"Für Geschäftsleute, Dienstleister, Handwerker oder Touristen sind Staatsgrenzen derzeit wie eine Kreisgrenze", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Rheinischen Post". "Sie alle profitieren von offenen Grenzen ebenso wie der lokale Einzelhandel."

Zähe Grenzkontrollen brächten den Reise- und Warenverkehr zwar nicht zum Erliegen, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer; sie führten aber zwangsläufig zu Verzögerungen. "Das erhöht die Kosten und macht Reisen und Lieferungen unnötig teuer."

Durch Staus und Wartezeiten, zusätzliche Bürokratie oder etwa die Umstellung von Just-in-time-Lieferung auf deutlich teurere Lagerhaltung können sich die Kosten für die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des DIHK "schnell auf zehn Milliarden Euro pro Jahr summieren", berichtete Wansleben.

(Quelle: DIHK)