Europäischer Forschungsrat: 48 deutsche Forscher erhalten Stipendien

Europäischer Forschungsrat: 48 deutsche Forscher erhalten Stipendien

Brüssel (16.02.2016) - Von den insgesamt 302 Forschern, die vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council - ERC) ein Consolidator Grant für exzellente Forschungsvorhaben erhalten haben, stammen 48 aus Deutschland.

Zu der Bekanntgabe der Stipendiaten der Consolidator Grants 2015 sagte Forschungskommissar Carlos Moedas: "Als Teil von Horizont 2020 fördert der ERC die Arbeit der brillantesten Köpfe in der Pionierforschung, Menschen, deren Entdeckungen neue Industrien, neue Märkte erschaffen und zum Wohlstand des Planeten beitragen können."

Die meisten erfolgreichen Bewerber für die Auswahlrunde der Consolidator Grants 2015 kommen aus Deutschland (48), gefolgt von britischen (32), französischen (30) und italienischen (30) Forschern. Die Consolidator Grants fördern vielversprechende Wissenschaftler am Beginn einer unabhängigen Karriere, deren eigene unabhängige Arbeitsgruppe sich in der Konsolidierungsphase befindet. Die ausgewählten Forscher werden z.B. eine neue Methode zur Kontrolle von Insekten entwickeln, die Krankheiten wie das Zika-Virus übertragen, sie werden ultradünne tragbare Brennstoffzellen herstellen und die Effizienz politischer Entschuldigungen kulturübergreifend untersuchen. Voraussichtlich werden sie mehr als 2.100 Postgraduierte, Doktoranden und andere wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigen.

Derzeit bieten sich in Europa keine ausreichenden Gelegenheiten für junge Forscher, ihre Laufbahn unabhängig zu entwickeln und den Übergang von der angeleiteten Forschung zum unabhängigen und selbständigen Forscher zu schaffen. Dieses Problem führt zu einem dramatischen Verlust an Forschungstalenten in Europa und erschwert außerdem die Bildung der nächsten Generation von Spitzenforschern, die mit neuen Ideen und neuer Dynamik aufwarten. Dies führt dazu, dass hoch talentierte Forscher frühzeitig in ihrer Laufbahn anderenorts nach Aufstiegschancen suchen.

Der Anteil weiblicher Stipendiaten betrug 31 Prozent, dies ist eine weitere Verbesserung zu den Auswahlrunden 2014 (28 Prozent) und 2013 (24 Prozent). Weibliche Bewerber waren mit einer Rate von 16 Prozent erfolgreicher als männliche (14,5 Prozent). Insgesamt waren 15 Prozent der Bewerber erfolgreich.

Mehr in der ausführlichen Pressemitteilung des ERC.

Quelle: Vertretung der EU-Kommission in Berlin