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Europäischer Berufsausweis startet – Erleichterung beim grenzüberschreitenden Arbeiten

Europäischer Berufsausweis startet – Erleichterung beim grenzüberschreitenden Arbeiten

München (24.02.2016) - Wer in einem anderen EU-Land arbeiten möchte, muss – wenn der jeweilige Beruf dort reglementiert ist – eventuell ‎seine Berufsqualifikationen anerkennen lassen, bevor eine Beschäftigung im Gastland aufgenommen werden kann. ‎Genau dort soll nun der Europäische Berufsausweis (EBA) Abhilfe schaffen. ‎

Das elektronische Verfahren zur Anerkennung von Berufsqualifikationen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten ist ‎einfacher, schneller und transparenter als die herkömmlichen Verfahren. Anträge können online verfolgt und bereits ‎hochgeladene Unterlagen bei neuen Anträgen für andere Länder wiederverwendet werden.‎
 
Das EBA-Verfahren können Arbeitnehmer nutzen, welche ihren Beruf vorübergehend und gelegentlich in einem anderen ‎EU-Land ausüben möchten (vorübergehende Mobilität) oder sich in einem anderen EU-Land niederlassen und dort ‎ihren Beruf dauerhaft ausüben möchten (Niederlassung). Der Europäische Berufsausweis ist der elektronische ‎Nachweis dafür, dass alle Verwaltungskontrollen durchgeführt und die Berufsqualifikationen vom Aufnahmeland ‎anerkannt wurden oder dass die Voraussetzungen erfüllt sind, vorübergehend in einem anderen EU-Land ‎Dienstleistungen zu erbringen. ‎
 
Bei einer dauerhaften Niederlassung im Ausland hat der EBA eine unbefristete Gültigkeit, bei vorübergehender ‎Mobilität beträgt diese zumeist 18 Monate. ‎
 
Erleichterungen soll der EBA derzeit für die Berufsgruppen Krankenpflegepersonal, Apotheker, Physiotherapeuten, ‎Bergführer und Immobilienmakler bringen. Erweist sich der Berufsausweis in dieser ersten Phase als praktisch und ‎werden dadurch die Verfahren tatsächlich beschleunigt, könnte er in Zukunft auch auf andere mobile Berufe ‎ausgeweitet werden.  ‎
 
Weitere Informationen dazu finden Sie auf dem EU-Portal unter diesem Link.

(Quelle: Newsletter IHK Oberbayern)