Driessen: Bayerns Mittelstand will große Marktchancen im Iran nutzen

Driessen: Bayerns Mittelstand will große Marktchancen im Iran nutzen

München (21.01.2016) - Große Chancen für Bayerns Wirtschaft sieht Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), durch die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran wegen seines Nuklearprogramms: „Insbesondere Bayerns Mittelstand hat das Know-how, Irans Infrastruktur wieder aufzubauen.

Dafür sind rasch Rechts- und Planungssicherheit notwendig, um Normalität in den Wirtschaftsbeziehungen einkehren zu lassen und etwa Barrieren bei Finanztransaktionen zu überwinden. Der Anschluss an das internationale Swift-Bankensystem ist entscheidend.“

In den ersten drei Quartalen 2015 spielte der Iran mit einem Exportvolumen von 150 Millionen Euro unter Bayerns Exportpartnern weltweit noch eine schwache Rolle. Driessen: „Jetzt ist kurzfristig mindestens mit einer Verdopplung der bayerischen Exporte in den Iran zu rechnen. Mittelfristig können die Ausfuhren aus Bayern sogar die Schallgrenze von 1 Milliarde Euro durchbrechen.“

Der Iran leide unter einem Modernisierungsstau bei Infrastruktur, Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Maschinen-/Anlagen- sowie Fahrzeugbau, aber auch Medizintechnik. „Genau hier bietet die bayerische Wirtschaft ihre Schlüsseltechnologien. Sie will ihren Beitrag leisten, die ehemals starken deutsch-iranischen Handelsbeziehungen wiederzubeleben.“

Hier finden Sie Informationen des BIHK zu den Details der Sanktionslockerungen.