Brasilien: Änderung der Holzverpackungsanforderungen

Brasilien: Änderung der Holzverpackungsanforderungen

Brasília (08.03.2016) Die Verschärfung der Regularien (ISPM No. 15) gilt - gemäß der brasilianischen Behörden - seit dem 1. Januar 2016 (Frachtbrief – Ausstellungsdatum).

Gemäß der Verordnung wird verlangt, dass jede Ladung, die Holzmaterial enthält und/oder Holzmaterialien für Verpackung, Laschen oder aus anderen Gründen beinhaltet, wie folgt auf dem Frachtbrief (Seefracht) dokumentiert werden soll:
Wooden package: not applicableWooden package: not treated and not certifiedWooden package: treated and certified

Bei Luftfrachtsendungen gelten die gleichen Regularien, allerdings muss der Airwaybill diese Zusatzinformationen nicht enthalten.
Bei der Ankunft in den brasilianischen Häfen wird es noch vor der Verzollung stichpunktartige Kontrollen geben. Hierbei werden die Holzmaterialien auf die ordnungsgemäße Markierung (IPCC) geprüft. Des Weiteren wird festgestellt, ob die die Materialien gem. ISPM No. 15 behandelt und zertifiziert sind.

Entspricht die Sendung nicht den genannten phytosanitären Anforderungen, wird vor Ort versucht, die Ware von der Verpackung zu trennen. Die Holzmaterialien werden in diesem Fall an den Absender zurückgeschickt. Falls eine Trennung nicht möglich ist, muss die komplette Ladung an das Ursprungsland gesendet werden. Haftung und Kosten (nicht beschränkt auf die Wiederverpackung, Transport, Lagerung) gehen zu Lasten des Verladers bzw. des Versenders.

Eine schriftliche Bestätigung des Versenders ist zwingend erforderlich um zu bestätigen, dass die verwendeten Holzmaterialien der Ladung und der Verpackung nach ISPM No. 15 richtig behandelt, zertifiziert und markiert sind.