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Zulieferer in Frankreich spüren den Aufschwung

Zulieferer in Frankreich spüren den Aufschwung

Paris (24.11.2015) - Anlässlich der Zuliefermesse MIDEST in Paris im November 2015 vorgelegte Analysen zur Konjunktur in den wichtigsten Industriebranchen bestätigen den Eindruck einer schrittweisen Erholung der Wirtschaft.

Unterstützende Faktoren sind neben dem stabilen privaten Konsum eine steigende Exportnachfrage, ausgelöst durch den schwächeren Eurokurs und gesunkene Ölpreise. Das dritte Quartal 2015 wies zudem einen Rückgang bei den Konkursen um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf.

Die Produktion in den meisten industriellen Zulieferbranchen in Frankreich hat sich vorläufigen Analysen zufolge 2015 gegenüber 2014 deutlich erhöht. Zu diesem Schluss kommt der Wirtschaftsexperte Daniel Coué, der anlässlich der Messe eine Einschätzung der Entwicklung präsentiert hat, die auf den verfügbaren offiziellen Statistiken und einer Vielzahl von brancheninternen Quellen beruht. Er hat die sichtbaren Trends für die einzelnen Sparten auf das Gesamtjahr hochgerechnet und kommt zu dem Schluss, dass trotz der in einigen Fällen etwas niedrigeren Werte als noch im Sommer angenommen, der Aufschwung eindeutig begonnen hat.

Dieses Bild deckt sich mit den Aussagen von Unternehmen der produzierenden Industrie in der Quartalsbefragung des Statistikinstitutes Insee zu Investitionen. Für 2015 gehen die Befragten im Oktober von einem Zuwachs von nur einem Prozent aus, nach zwei Prozent bei der letzten Befragung im Juli 2015. Die Aussichten für 2016 sind positiver. Erwartet wird eine Zunahme der Investitionen bei Industrieunternehmen von durchschnittlich rund drei Prozent.

Nachfrage aus Abnehmersparten unterschiedlich

Das Spektrum der Veränderungen bei den Produktionszahlen ist in den einzelnen Sparten sehr ausgeprägt, je nach der konjunkturellen Lage in den wichtigsten Abnehmerbranchen. Während die Nachfrage insbesondere in der Automobil- oder der Schienenfahrzeugindustrie erheblich über dem Niveau von 2014 liegt, zeigen andere Bereich wie Elektrogeräte oder Energieanlagen weniger starke Veränderungen. Das sagt zunächst nichts über das Niveau aus, wie das Beispiel Luft- und Raumfahrttechnik zeigt: Hier konnte die ohnehin bereits starke Nachfrage noch etwas zulegen. Im Durchschnitt der Branchen kommt Coué auf eine Steigerungsrate von 2,6 Prozent im Jahr 2015.

>>> GTAI-Meldung mit ausführlicher Statistik.

(Quelle: GTAI)