Vorsicht beim Bargeldziehen in Nicht-Euro-Ländern

Vorsicht beim Bargeldziehen in Nicht-Euro-Ländern

Nürnberg (19.10.2015) - Wenn Sie geschäftlich oder privat ein Nicht-EU-Land bereisen, sollten Sie sich vor der Abreise über den aktuellen Wechselkurs des Ziellandes informieren. Zudem sollten Sie vor Ort beim Bargeldziehen am Bankautomaten aufpassen. EIn Tipp von Bayern Handwerk International.

Sie werden automatisch aufgefordert, sich zu entscheiden: Möchten Sie den Betrag in Euro umgerechnet haben oder soll er in der Landeswährung angezeigt werden? Sie sollten sich nicht für die erste Variante (mit Umrechnung in Euro) entscheiden, denn in diesem Fall zahlen Sie zum Betrag einen Aufschlag von bis zu zehn Prozent. Dasselbe gilt, wenn Sie im Hotel oder in einem Geschäft mit Karte bezahlen.

Die lokalen Banken und Händler versuchen auf diese Weise, bei der Kursumrechnung zu profitieren. Dies kann sowohl mit der Girocard, der Kreditkarte oder der Postbank Sparcard passieren. Wenn Sie sich für die Option „Umrechnung in Euro“ entschieden haben, fällt Ihnen der Aufschlag nicht einmal auf, denn am Display des Automaten wird er nicht angezeigt. Auf dem Kontoauszug zuhause erscheint nur der gesamte Euro-Betrag. Weder die höhere Provision noch der schlechtere Kurs wird hier deutlich.

Beim Vorgang werden Kunden am Automaten gelegentlich auch in die Irre geführt. Entscheidet man sich nämlich gegen die Umrechnung in Euro, blinkt mancherorts das Display am Geldautomaten rot auf. Somit werden viele Kunden verunsichert und drücken doch noch die Euro-Taste.

Lassen Sie sich also nicht beirren und verweigern Sie die Umrechnung in Euro. Nur so ist die lokale Bank gezwungen, den Betrag in Landeswährung an die Heimatbank zu melden. Spätere Beschwerden bei der Hausbank bringen leider nichts, da für den Vorgang die ausländischen Automatenbetreiber zuständig sind.

(Quelle: Bayern Handwerk International)