Vorsicht bei Reisemitbringsel: EU-Gebiete mit Sonderregelungen

Vorsicht bei Reisemitbringsel: EU-Gebiete mit Sonderregelungen

Berlin (27.07.2015) Wer sich in den nächsten Monaten auf Urlaubsreise ins europäische Ausland begibt, sollte sich informieren, aus welchen Ländern welche „Mitbringsel“ abgabefrei mitgebracht werden dürfen, denn für verschiedene Regionen der EU gelten besondere zollrechtliche Regelungen.

Der Hintergrund: Die nachstehend aufgeführten Gebiete gehören zwar zum Staatsgebiet einzelner EU-Mitgliedstaaten, jedoch nicht zum Zollgebiet der EU. Daher gelten für sie die Bestimmungen, wie bei einer Rückkehr aus einem Nicht-EU-Staat.

 

Regionen, die nicht zum Zollgebiet der EU gehören:

  • Büsingen
  • Helgoland
  • Inselgruppe Färöer
  • Grönland
  • Saint Pierre und Miquelon, Neukaledonien, Französisch-Polynesien, Wallis und Futuna, Französische Süd- und Antarktisgebiete
  • Livigno und Campione d`Italia sowie der zu Italien gehörende Teil des Luganer Sees zwischen Ponte Tresa und Porto Ceresio
  • Aruba, Bonaire, Curaçao, Saba, Sint Eustatius, Sint Maarten
  • Ceuta und Melilla
  • Nördlicher (türkische) Teil Zyperns, in dem die Regierung Zyperns keine tatsächliche Kontrolle ausübt
    Gibraltar

Reisemitbringsel aus diesen Gebieten sind nur abgabenfrei, wenn sie innerhalb der Reisefreimengen für Waren aus Nicht-EU-Staaten eingeführt werden.

 

Regionen, die zum Zollgebiet der EU aber nicht zum Steuergebiet für Verbrauchssteuern und Mehrwertsteuern gehören:

  • Britische Kanalinseln
  • Überseedepartements Frankreichs (Martinique, Mayotte, Guadeloupe, Réunion und Französisch-Guayana)
  • Kanarische Inseln
  • Ålandinseln
  • Berg Athos in Griechenland

Bei der Einreise aus diesen Gebieten gelten daher ebenfalls die zollrechtlichen Bestimmungen für die Rückkehr aus einem Nicht-EU-Staat. Bei Überschreitung der Freigrenzen werden jedoch nur die Einfuhrumsatzsteuer und ggf. Verbrauchsteuern erhoben.

(Quelle: Bayern Handwerk International)