Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Ausstellung von Ursprungszeugnissen

Ausstellung von Ursprungszeugnissen

Würzburg (11.8.2015) - Die Behörden vieler Staaten verlangen, dass die Waren, die in ihr Hoheitsgebiet eingeführt werden sollen, von Ursprungszeugnissen und/oder bescheinigten Handelsrechnungen begleitet werden. Eine Ausfüllhilfe bietet Unterstützung dabei. Ein neues Verfahren ermöglicht es zudem, die Ursprungszeugnisse direkt im Unternehmen auszudrucken.

Die Ursprungszeugnisse werden aus sehr unterschiedlichen Gründen gefordert. Sie spielen eine Rolle bei der Anwendung von Vorzugszöllen und Antidumping-Maßnahmen oder dienen der Preiskontrolle und der Überwachung von mengenmäßigen Einfuhrbeschränkungen. Ursprungszeugnisse sind öffentliche Urkunden und weisen die Herkunft einer Ware nach. Sie müssen von einer berechtigten Stelle des Ursprungslandes ausgestellt sein. In der Bundesrepublik Deutschland übernehmen diese hoheitliche Funktion die IHKs. Bescheinigt werden von den IHKs neben Ursprungszeugnissen und Handelsrechnungen auch andere dem Wirtschaftsverkehr dienenden Bescheinigungen (zum Beispiel Visaanträge und Freiverkaufsbescheinigungen).

Ausfüllhilfe

 

Mit der hier zum Download angebotenen pdf-Datei können die Ursprungszeugnis-Angaben in die Formularfelder eingetragen, auf die Ursprungszeugnis-Vordrucke (Formulare) gedruckt und unter einem eigenen Dateinamen abgespeichert werden. Es ist ausschließlich das kostenlose Programm Adobe Reader (ab Version 8) zu verwenden, da die Funktionen mit anderen pdf-Programmen teilweise nicht genutzt werden können.

Ursprungszeugnisse online beantragen

 

 

Ursprungszeugnisse können traditionell in Papierform bei der IHK vor Ort beantragt werden. Seit 2005 gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, Ursprungszeugnisse auch elektronisch zu beantragen. Über ein Formular im Internet ist es möglich, der IHK einen Antrag auf Ausstellung eines Ursprungszeugnisses (digital signiert) zuzuleiten. Daraufhin kann die IHK das Ursprungszeugnis prüfen, bestätigen und zum Ausdruck im Unternehmen freischalten. Die Vorteile des elektronischen Verfahrens liegen auf der Hand: Zeitersparnis bei der Beantragung und Ausstellung der Dokumente.

Während der Ausdruck bislang auf von der IHK vorbehandelten Vordrucken erfolgte, die beim Unternehmen vorgehalten und überwacht wurden, entfällt diese Praxis mit der Weiterentwicklung des Verfahrens zur Version 2+ ( Demoversion unter signatur.ihk.de/Stufe2plus).

Die neuentwickelte Lösung macht die bisher erforderlich Vorbehandlung der UZ-Vordrucke mit Vorabunterschrift der IHK überflüssig. Siegel und Unterschrift werden in der Version 2+ des elektronischen Ursprungszeugnisses als Bild (Faksimile) eingebettet und dann im Unternehmen ausgedruckt. Die Sicherheit des Verfahrens wird damit nochmals erhöht. Dies ist ein maßgeblicher Beitrag der IHK-Organisation zur Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen.

 Die Vorteile des elektronischen Verfahrens:

  • Der Ausdruck von Ursprungszeugnissen und sonstigen Bescheinigungen mit Faksimile von IHK-Dienstsiegel und Unterschrift erfolgt im Unternehmen.
  • Gleich zwei Postwege oder Botengänge pro Vorgang können eingespart werden.
  • Entscheidungen und Kommentare der IHK erhalten Sie online. Notwendige Änderungen kann die IHK gegebenenfalls elektronisch anfordern.
  • Der Bearbeitungsprozess in der IHK wird transparenter. Die Historie der Antragsbearbeitung wird in einer Tabelle dargestellt mit Angabe von Datum und Bearbeiter.
  • Ursprungsnachweise, Rechnungen und andere Dokumente können dem Ursprungszeugnis in elektronischer Form beigefügt werden und so ebenfalls bescheinigt werden.
  • Sie müssen keine Sicherheitsrisiken befürchten. Denn dank Einsatz der elektronischen Signatur werden die Daten auf dem Übertragungsweg mit einem elektronischen „Fingerabdruck“ des Antragstellers versehen.
  • Im Benutzerprofil können Voreinstellungen vorgenommen werden, z. B. die Adresse des Exportunternehmens.

Die nach dem Verfahren 2+ ausgestellten Dokumente werden im Ausland anerkannt. Leider gibt es zur Zeit Akzeptanzschwierigkeiten mit Katar. In diesem und auch in anderen möglichen Fällen kann sofort auf die konventionelle Bearbeitung umgestellt werden.

(Quelle: IHK Würzburg)