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Türkischer Maschinenbedarf steigt weiter

Türkischer Maschinenbedarf steigt weiter

Ankara (19.2.2015) - Die Türkei ist für Hersteller von Maschinen und Anlagen ein sehr interessanter Markt. Türkische und ausländische Unternehmen investieren aktiv in die Modernisierung oder den Neubau von Produktionslinien. Die Wachstumspläne der Regierung sehen vor, bis 2023 selbst zu den fünf größten Maschinenexporteuren weltweit aufzusteigen. In den letzten zehn Jahren hat sich die Produktion bereits mehr als verdoppelt. Deutsche Hersteller sind als Lieferanten und Investoren gefragt.

Der Maschinenbau in der Türkei weist seit 1990 ein durchschnittliches Wachstum von knapp 20 Prozent pro Jahr auf. Der daraus resultierende Bedarf hat in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, die deutschen Exporte zu steigern. Im Jahr 2013 betrug der Wert der deutschen Ausfuhren in die Türkei fast 4,0 Milliarden Euro. Allerdings sind die Einfuhren aus Deutschland 2014 infolge der Abwertung der türkischen Lira und aufgrund des Wegbrechens von Absatzmärkten (Irak/Russland) für die türkischen Maschinenbauer gesunken.

Für deutsche Maschinenbauer ist die Türkei dennoch weiter ein wichtiger Absatzmarkt. Besonders gefragt sind Textilmaschinen aus deutscher Produktion; 2013 betrug ihr Anteil an den gesamten deutschen Maschinenexporten in die Türkei 9,1 Prozent. Daneben werden vorwiegend Lufttechnik, Fördertechnik, Werkzeugmaschinen sowie Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen aus Deutschland eingeführt.

Die Türkei will zu den führenden Industrienationen aufschließen und spätestens 2023 zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt gehören. Kooperationen mit deutschen Maschinenbauverbänden sollen ausgebaut werden. So besteht zum Beispiel eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen (VEMAS), einem Netzwerk sächsischer Maschinenhersteller, und dem Verband der türkischen Maschinenbau-Unternehmen Turkish Machinery. Im Rahmen dieses Abkommens wurden unter anderem Technologieforen in Bursa und Konya durchgeführt. VEMAS arbeitet intensiv an weiteren Beziehungen zu türkischen Maschinenbauern. Vor allem in der Region Konya bestehen enge Verbindungen mit verschiedenen Unternehmen.

Für den anhaltend hohen Bedarf an moderner Ausrüstung sorgt vor allem der Kapazitätsausbau im Maschinenbau und in der Kraftfahrzeugindustrie. Auch der Energieanlagenbau und die Bergbaukonzerne investieren in neue Anlagen. Der Ersatzbedarf ist immens, da viele Maschinen veraltet sind und teilweise schon über 30 Jahre laufen. Die alten Maschinen belasten die Wettbewerbsfähigkeit der türkischen Industrie: Sie arbeiten teilweise nicht mehr präzise und haben einen unzeitgemäßen hohen Energieverbrauch.

Der Wettbewerb wird härter

Deutsche Maschinenhersteller haben einen Anteil von mehr als einem Fünftel an den türkischen Maschinenimporten. Sie begegnen auf dem türkischen Markt vorwiegend Wettbewerbern aus der VR China, Italien, Japan und dem Vereinigten Königreich. Italien beispielweise ist ein etablierter Anbieter für Blechbearbeitung und für Nahrungs- und Verpackungsmaschinen. China ist vor allem im Niedrigpreissegment erfolgreich. Seit 2010 kann China kontinuierlich Zuwächse im türkischen Maschinenmarkt verzeichnen. Der Rückstand im Vergleich zu deutschen Anbietern wird geringer. Doch auch lokale Hersteller werden in Zukunft zunehmend eine stärkere Konkurrenz darstellen.

Hier gelangen Sie zum ausführlichen Bericht.

(Quelle: GTAI)