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Türkei plant erstes Pumpspeicherkraftwerk

Türkei plant erstes Pumpspeicherkraftwerk

Ankara (18.3.2015) - Die Türkei will ihr erstes Pumpspeicherkraftwerk errichten. Das türkische Energieministerium bereitet zusammen mit der Wasserwirtschaftsbehörde DSI den Bau einer 1.400-MW-Anlage in der Provinz Eskisehir vor. Für internationale Firmen im Bereich der Energietechnik mit Erfahrungen im Bau von Pumpspeicherkraftwerken könnten sich in Verbindung mit dem Vorhaben interessante Geschäftschancen ergeben.

Das türkische Ministerium für Energie und Naturressourcen bereitet in Zusammenarbeit mit der staatlichen Generaldirektion für Wasserwirtschaft DSI den Bau des ersten Pumpspeicherkraftwerkes vor. Die DSI ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Ministeriums für Forst- und Wasserwirtschaft (Orman ve Su Isleri Bakanligi).

Die neue Anlage mit einer geplanten Kapazität von 1.400 MW soll in der Provinz Eskisehir in Verbindung mit dem Staudamm Gökcekaya entstehen. Dies meldet unter Berufung auf das Ministerium das Energieinstitut (Enerji Enstitüsü; http://www.enerjienstitusu.com). Die Kosten des Projektes werden auf 50 bis 60 Millionen US-Dollar veranschlagt. Nach den derzeitigen Planungen soll mit dem Bau bereits 2015 begonnen werden. Wegen der relativ hohen Investitionssumme wird das Projekt voraussichtlich mit staatlicher Unterstützung umgesetzt. Details zur Finanzierung liegen noch nicht vor.

Mit dem Pumpspeicherkraftwerk soll ermöglicht werden, dass sich die Elektrizitätserzeugung an dem Verbrauch zu verschiedenen Tageszeiten optimal orientiert. Der Stromverbrauch in der Türkei ist zwischen 23 und 9 Uhr am niedrigsten. Während dieser Zeit, in welcher sich der tageszeitabhängige Strompreis zwischen 0,05 und 0,09 Türkische Lira (TL) pro kWh (1 Euro = 2,75 TL; Wechselkurs vom 13.3.2015) bewegt, soll das Wasser vom Staudamm zu einem höher gelegenen zweiten Reservoir hochgepumpt werden. Zu Tageszeiten, an denen der Verbrauch höher ist und der Stromtarif bei bis zu 0,25 TL pro kWh liegt, soll das Wasser dann aus dem oberen Reservoir zur Stromgewinnung wieder in den Staudamm geleitet werden.

(Quelle: GTAI)