Tschechien plant Förderung von Wärme durch Biogas

Tschechien plant Förderung von Wärme durch Biogas

Prag (18.8.2015) - Die tschechische Regierung hat im Juli 2015 das Gesetz zu geförderten Energiequellen überarbeitet und dabei einen neuen Fördermechanismus zur Verwendung von Biogas zur Wärmeerzeugung angekündigt.

Zwar soll es weiterhin keine Förderung für mit erneuerbaren Energiequellen erzeugten Strom geben (außer Wasserkraft) und auch die Steuerbefreiung von Ökostrom wird ab 1. Januar 2016 aufgehoben. Jedoch werden kleine Erneuerbare-Energie-Anlagen mit einer Kapazität von unter 10 kW von der Lizensierungspflicht befreit und eine Förderung von ans Wärmenetz angeschlossenen Biogasanlagen mit einer maximalen Kapazität von 500 kW eingeführt. Genauere Regelungen zur Höhe der ab 1. Januar 2016 gültigen Biogas-Förderung werden für Herbst 2015 erwartet.

Bereits im Mai 2015 hatte Tschechien eine neue langfristige Energiestrategie verabschiedet. Die Regierung strebt damit an, den Anteil der Kernenergie im tschechischen Strommix von 35 Prozent Anfang 2015 auf 50 Prozent im Jahr 2040 zu steigern. Gleichzeitig sollen Erneuerbare (vor allem Biomasse, Waste-to-Energy und Photovoltaik-Dachanlagen) einen Anteil von 20  Prozent ausmachen (2013 waren es knapp 13 Prozent). Der restliche Strom soll von Kohle- und Gaskraftwerken generiert werden. Wie insbesondere der Ausbau der Erneuerbaren nach der Abschaffung der Einspeisevergütungen Ende 2013 finanziert werden soll, ist noch nicht sicher. Die Energiestrategie sieht vor, dass langfristig verschiedene Optionen (vor allem Steuererleichterungen, Net-Metering und Ausschreibungsmodelle) untersucht werden sollen.

(Quellen: iXPOS/dena)