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Sweatshop: Hungerlohn für hippe Mode

Oslo/Köln (19.10.2015) - Eigentlich weiß es jeder, doch es zu sehen, ist dann doch etwas anderes. Zu welchen Bedingungen Mode häufig produziert wird. Ein Experiment, die Zeitung Aftenposten schickte drei norwegische Modeblogger nach Kambodscha. Wo und wie die Kleidung hergestellt wird, darüber haben sie nicht nachgedacht - bislang.

"Sweatshop" heißt die Doku-Reihe, unter dem Titel "Hungerlohn für hippe Mode" zeigte gestern der WDR eine knapp halbstündige deutsche Fassung. In der Mediathek kann diese angesehen werden.

Am Anfang überwiegt die Abenteuerlust und die Naivität bei den Modebloggern. Die seien es es ja nicht anders gewohnt oder Hauptsache Arbeit, sind so Ansichten der drei jungen Leute. Das ändert sich schnell, als sie selbst für einen Tag so leben und arbeiten wie die Näherinnern und Näher. Und vor allem auch, als sie mit den Menschen sprechen.

"Was ist das für ein Leben?"

Davor habe sie viele Menschen auf dieser Welt für überflüssig gehalten, als sie mit ihnen gesprochen haben, hat sie gemerkt, "dass sie genauso viel Wert sind, wie jeder andere", sagt Modebloggerin Anniken mit tränenerstickter Stimme.

Die drei jungen Norweger kommen zu der Einsicht "die Welt ist so ungerecht" und hierzulande ist man nur so reich, weil anderswo Menschen ausgebeutet werden. Doch, jeder kann etwas dagegen tun, auch das ist die Botschaft dieser Dokumentation.

>>> Sweatshop-Doku bei Aftenposten.

>>> Im letzten Fokus haben wir uns ausführlich dem Thema Arbeitsbedingungen in der Textilbranche gewidmet.

>>> Der Fokus im Juli lag auf dem Thema Lieferkette und Konfliktmineralien.

(Quellen: WDR/Aftenposten)