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Nachfrage nach Enzymen steigt in den USA weiter

Nachfrage nach Enzymen steigt in den USA weiter

San Francisco (12.8.2015) - In den USA steigt die Enzynmachfrage stetig. Im letzten Jahr noch legten die Einfuhren aus Deutschland zu, 2015 jedoch mussten deutsche Unternehmen ein Minus verzeichnen.

Die Enzymnachfrage in den USA soll laut dem Marktforschungsinstitut "The Freedonia Group" bis 2019 im Durchschnitt um jährlich drei Prozent  zulegen. Im Jahr 2014 lag sie bei 1,9 Milliarden US-Dollar. Die größten Segmente bildeten Biokraftstoffe, Nahrungsmittel- und Getränkeverarbeitung sowie Forschung und Biotechnologie. Die Einfuhren sind 2014 um 11,6 Prozent auf 796,0 Mio. Dollar gestiegen. Von Januar bis Mai 2015 hat sich der positive Trend fortgesetzt. Deutschland war 2014 mit einem Importmarktanteil von knapp sechs Prozent der fünftgrößte Lieferant.

Die größten Segmente im Jahr 2014 bildeten Biokraftstoffe mit einem Anteil von 24,5 Prozent an der Gesamtnachfrage, gefolgt von Nahrungsmittel- und Getränkeverarbeitung mit 20,8 Prozent sowie Forschung und Biotechnologie mit 15,5 Prozent. Die höchsten Wachstumsraten im Prognosezeitraum sollen die Segmente Diagnostika mit durchschnittlich 6,5 Prozent im Jahr sowie Forschung und Biotechnologie mit 5,5 Prozent aufweisen. Am schwächsten hingegen soll die Zunahme mit jährlich im Durchschnitt 0,8 Prozent bei den Biokraftstoffen ausfallen.

Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit beleben Nachfrage

Das prognostizierte hohe Nachfragewachstum im Segment Forschung und Biotechnologie soll Freedonia zufolge dadurch entstehen, dass Pharmafirmen Biokatalysatoren einsetzen, um ihre Produktionsprozesse weiter zu verbessern. Ferner erwartet das Marktforschungsinstitut steigende Investitionen der Firmen in die Entwicklung neuer Biopharmazeutika. Weitere Treiber der Enzymnachfrage werden sein: mehr diagnostische Tests und Genomsequenzierungen im Hinblick auf eine personalisierte Medizin, mehr Tests bei durch die Gesundheitsreform nun krankenversicherten Patienten sowie ein generell expandierendes Gesundheitswesen aufgrund der alternden US-Bevölkerung.

Die zunehmende Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit wird Freedonia zufolge in den reifen Segmenten wie beispielsweise der Nahrungsmittel- und Getränkeverarbeitung sowie der Zellstoff- und Papierproduktion die Nachfrage stützen. Unter anderem wird die Reduzierung von Energie- wie auch Wasserverbrauch eine wichtigere Rolle spielen. Bei Nahrungsmitteln achteten Verbraucher darüber hinaus vermehrt darauf, dass in diesen keine chemischen Zusätze enthalten sind. Dies würde sich wiederum positiv für Enzyme auswirken, welche die Zusätze ersetzen können.

Schlechter dagegen sind die Aussichten für den bisher maßgeblichen Wachstumstreiber Biokraftstoffe. Verantwortlich hierfür sind aus Sicht des Marktforschungsinstituts vor allem die inkonsistente staatliche Politik sowie die Zurückhaltung der Fahrzeughersteller im Hinblick auf höhere Anteile von Bioethanol im Benzinangebot.

Enzymimporte in die USA nehmen 2015 weiter zu

Die US-Einfuhren von Enzymen sind im Jahr 2014 dem U.S. Census Bureau zufolge um 11,6 Prozentgestiegen. Damit sind etwa 42 Prozent der US-Nachfrage durch Importe gedeckt worden. Im Zeitraum Januar bis Mai 2015 hat sich der positive Trend des Vorjahres mit einem Wachstum von 7,3 Prozent fortgesetzt. Die Einfuhren aus Deutschland haben 2014 um 3,5 Prozent auf 47,3 Millionen Dollar zugenommen; von Januar bis Mai 2015 schlug hingegen ein überdurchschnittliches Minus von 26,8 Prozent zu Buche. Hauptlieferländer von Enzymen im Jahr 2014 waren Dänemark mit einem Importmarktanteil sowie die VR China mit; Deutschland folgte mit einem Anteil von 5,9 Prozent auf Rang fünf.

(Quelle: GTAI)