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Mittelstand erzielt 5,4 Milliarden Euro Exportumsatz durch Auslandsmesseprogramm

Mittelstand erzielt 5,4 Milliarden Euro Exportumsatz durch Auslandsmesseprogramm

Berlin (20.1.2015) - Messebeteiligungen im Rahmen des Auslandsmesseprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums sind ein wichtiger Eckpfeiler der deutschen Exportunterstützung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage durch das Marktforschungsinstitut TNS Emnid unter Ausstellern des Auslandsmesseprogramms in den Jahren 2012 und 2013, die der AUMA-Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft jetzt veröffentlicht hat.

87 Prozent der teilnehmenden Unternehmen haben durch das Auslandsmesseprogramm ihren Export steigern oder sichern können, deutlich mehr als bei der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2012 (83 Prozent). Kleine und mittelständische Unternehmen erzielten durch die Messebeteiligung im Bundesprogramm insgesamt 5,4 Milliarden Euro Exportumsatz im Jahr 2013.

Die Studie zeigt außerdem, dass Teilnehmer einen Export-Anteil am Gesamtumsatz von 56 Prozent haben, eine deutlich höhere Quote als sie von ausstellenden Unternehmen in Deutschland ohne Unterstützung des Auslandsmesseprogramms erzielt wird. Generell liegt der Anteil des Exportumsatzes deutscher Aussteller nach einer repräsentativen Befragung bei durchschnittlich 31 Prozent.

Das Auslandmesseprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums ermöglicht vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen, sich auf Gemeinschaftsständen unter der Dachmarke „made in Germany“ zu günstigen Konditionen an Auslandsmessen zu beteiligen. Mitveranstalter ist der AUMA. Bestätigt wurde durch die Studie auch, dass das Auslandsmesseprogramm nachfrageorientiert ist: Die Exportmärkte der befragten Aussteller sind weitgehend identisch mit den regionalen Schwerpunkten des Auslandsmesseprogramms. Die Teilnehmer sehen ihre neuen Märkte nach wie vor zu einem großen Teil in den BRIC-Staaten, den regionalen Schwerpunkten des Programms. Zur Erschließung dieser Märkte wollen 81 Prozent der Befragten Messen nutzen.

Weitere Fragen richteten sich auf den Nutzen des Auslandsmesseprogramms im Vergleich zur Einzelbeteiligung. Hauptgrund für die Teilnahme ist die positive Imagewirkung der Gemeinschaftsbeteiligung unter der Dachmarke „made in Germany“ (81 Prozent), gefolgt von „Hilfe beim Einstieg in neue Märkte“ (75 Prozent) und „technische und organisatorische Unterstützung“ (71 Prozent). Erst danach wird die finanzielle Unterstützung genannt (60 Prozent).

Die Studie belegt außerdem die Struktur der teilnehmenden Unternehmen: 83 Prozent sind kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern. Im Durchschnitt beteiligt sich ein Teilnehmer an 2,25 Gemeinschaftsbeteiligungen pro Jahr.

Die Telefonbefragung umfasste 500 Interviews aus einer Grund-gesamtheit von 5.627 Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die am Auslandsmesseprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums in den Jahren 2012 und 2013 teilgenommen haben. Die Studie „Nutzung des Auslandsmesseprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (AMP) – Ergebnisse der Ausstellerbefragung 2014“ ist als Edition 40 veröffentlicht. Sie steht als PDF-Datei auf der AUMA-Internetseite Downloads & Publikationen kostenlos zur Verfügung.

(Quellen: iXPO/AUMA)